Süßer Sieg für Sauer?

Das Poltern der Felsbrocken, die den Spielern des 1. FC Reimsbach nach dem 2:1-Sieg in Siersburg von der Seele purzelten, war deutlich zu vernehmen. Nun geht es mit Rückenwind ins letzte Spiel des Jahres. Für einen ist das eine ganz besondere Partie.

In der Fußball-Saarlandliga hat der 1. FC Reimsbach am Sonntag mit einem 2:1-Auswärtssieg beim FV Siersburg seine sieben Spieltage andauernde Sieglos-Serie beendet und den lange ersehnten Befreiungsschlag gelandet. "Siersburg ist offenbar ein dankbarer Gegner für uns, denn wir haben diese Saison sechs Punkte gegen die Mannschaft einsacken können", zeigt sich Trainer Uli Braun wieder bestens gelaunt. Das Hinspiel hatte Reimsbach mit 7:1 gewonnen.

Endlich ist der Knoten geplatzt

Gleichzeitig hat die Elf aus dem Haustadter Tal ihre Position vor den Abstiegsplätzen in der Tabelle (13.) festigen und darüber hinaus beste Reklame für das letzte Heimspiel in diesem Jahr gegen die SG Saubach machen können. Die Gäste stehen mit acht Punkten mehr auf dem Konto auf dem sechsten Platz. "Es war schon wichtig, dass der Knoten bei uns endlich geplatzt war", sagt auch Benjamin Sauer, Reimsbachs Abwehrspieler auf der rechten Außenbahn, mit einem Aufatmen.

Für ihn hat die Mannschaft als Wieder-Aufsteiger trotz der jüngsten Misserfolge eine gute Saison gespielt. Das Ziel Klassenverbleib, davon ist Sauer überzeugt, könne erreicht werden, die Mannschaft besitze genügend Potenzial.

Mit seinen 30 Jahren zählt der Polizeibeamte zu den routinierten Spielern der Mannschaft, hat schon vieles mitgemacht. "Meisterschaften und Aufstiege konnte ich im B- und A-Jugendbereich beim SV Hasborn und bei den Aktiven der SG Noswendel/Wadern feiern. Abstiege gab es beim SV Mettlach und eben mit dem 1. FC Reimsbach ", blickt er zurück.

Pikant: Vergangene Saison trug Sauer ausgerechnet das grün-weiße Trikot des kommenden Gegners Saubach . Womit das Aufeinandertreffen mit den ehemaligen Fußballkameraden für den Abwehrspieler unter einem besonderen Stern steht. "Ein Spiel gegen frühere Mitspieler ist immer etwas Interessantes, da ist man besonders motiviert", sagt Sauer.

Warnung vor Saubachs Sturm

Beide Vereine sieht er als Dorfvereine ähnlich strukturiert, beide gehören für ihn zum Stammpersonal der Saarlandliga. Ambitionen Richtung Oberliga hege wohl keiner. Zum Aufeinandertreffen an diesem Samstag um 16 Uhr meint Sauer, dass die Punkte auf jeden Fall im Waldstadion bleiben sollten. Mit einem Sieg im Rücken könne Reimsbach gestärkt und mit viel Selbstvertrauen in die Winterpause.

"Wir müssen an die Leistung vom Siersburg-Spiel anknüpfen", fordert Sauer. Leicht werde die Partie aber nicht, denn der Gegner verfüge mit Christian Quack, Sascha Kraus, Mike Forster und Philipp Ochs über eine starke Offensive, sei dazu bei Standards gefährlich. Im Hinspiel hatte Reimsbach beim torlosen Remis vor allem in Hälfte viel Dusel gehabt.