1. Saarland
  2. Merzig-Wadern
  3. Beckingen

Störrische Geiß sorgt für Chaos

Störrische Geiß sorgt für Chaos

Haustadt. Die Premiere des turbulenten Dreiakters erlebten zahlreiche Theaterfreunde bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag

Haustadt. Die Premiere des turbulenten Dreiakters erlebten zahlreiche Theaterfreunde bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag. "Wer zum Teufel ist Laura?", an dieser Frage bricht nicht nur ein Ehezwist im ansonsten soliden Haushalt des Eisenbahn-Schrankenwärters Gottlieb Senf (gespielt von Werner Urhahn) aus, sondern steht dank der Dorftratsche Amalie Knatschenbach (Marlene Lambert) bald das ganze Dorf auf dem Kopf. Dabei beginnt das ganze Unglück des Gottlieb Senf mit der Ankunft seines zukünftigen Schwiegersohns Erich Müller (gespielt von Harald Schorn). Der sollte eigentlich von Hanni, Senfs Tochter (gespielt von Elisabeth Groß) und dessen Gattin Karoline (Frieda Kiefer) vom Bahnhof abgeholt werden. Geplanter TiermordDa die Damen also außer Haus sind, soll der Hausherr die Geiß "streichen" - also melken. Hocherzürnt, denn schließlich sei das Frauensache, beginnt Senf, sich mit seinem besten Freund und Arbeitskollegen Wilhelm Pampe (Dietmar Woll), zu betrinken. Dadurch etwas mutiger geworden, versuchen beide, die Geiß zu "streichen", was gründlich schiefgeht, denn die Geiß will sich nur von der Hausherrin in einem Nachthemd mit Jäcken und Häubchen streichen lassen. Als dem Hausherr der Kragen platzt wegen der Geiß, droht er, das störrische Tier umzubringen. Dies bekommt natürlich fataler Weise der ebenso schüchterne, vertrottelte und auch noch verliebte Erich mit. Er wähnt im Hause seines zukünftigen Schwiegervaters ein fremdes Frauenzimmer, das gerade eben ermordet wurde, und rennt zum nächstbesten Kriminalbeamten (gespielt von Manfred Huckert) und plaudert alles aus. Dies bekommt natürlich auch die Tratsche Knatschenbach mit, und die "falsche Story" gerät in Umlauf. Über das Treiben mit der Geiß, die zwar inzwischen gemolken ist, aber nur, weil der Hausherr sich als seine Gattin mit Nachthemd, Jäcken und Häubchen verkleidete und die Geiß tatsächlich drauf reinfällt, vergisst der sonst so Pflicht bewusste Eisenbahn-Schrankenwärter Gottlieb Senf beinahe, die Schranken für den Schnellzug runterzulassen. Der Zug naht, im Nachthemd mit Jäckchen und Häubchen rast er los und lässt gerade noch rechtzeitig die Schranken runter. Doch im Eilzug sitzt der neue Eisenbahninspektor Servatius Donner, gespielt von Thomas Steffensky, und der will nun wissen, welches fremde Frauenzimmer sich da an den Eisenbahnschranken zu schaffen machte. Wer zum Teufel ist sie gewesen, etwa die angeblich ermordete Laura? Verliert der brave Eisenbahn-Schrankenwärter wirklich deshalb seinen Job? Darf Erich seine Hanni nun doch heiraten? Abend mit viel WitzViele Fragen sind zu Beginn des dritten Aktes noch offen, und bis dieser Knoten gelöst ist, ist ein fröhlicher Theaterabend zu Ende. Regie führte Michael Kiefer, Bühnenbau und Technik Werner Urhahn, Thomas Steffensky und Rolf Huckert, Bühnenbild Malerbetrieb Michael Brunner, Maske Haarstudio Rita, Souffleusen Doris Arand und Isabelle Elpel.