Standesbeamtin der Gemeinde Beckingen vollzieht ihre 1000. Trauung

Beckingen : 75 Biker begleiten ihre 1000. Trauung

Seit mehr als 40 Jahren ist Ingrid Conrad im Beckinger Standesamt tätig. Kürzlich hat sie ein besonderes Jubiläum gefeiert.

Das ist ein ganz besonderes Dienstjubiläum: Ihre 1000. Trauung hat kürzlich die Beckinger Standesbeamtin Ingrid Conrad im Alten Bahnhof vollzogen. Und diese Jubiläumseheschließung war auch noch keine gewöhnliche, denn ein Biker und eine Bikerin gaben sich hierbei das Ja-Wort.

75 Motorradfreaks begleiteten mit ihren schweren Maschinen das Brautpaar: Peter Noß, der seit der Gründung vor etwas mehr als 19 Jahren Präsident der Motor-Cycle-Brothers Illingen ist, und seine Verlobte Sabine Barthel, ebenfalls begeisterte Bikerin, wurden gemeinsam in einem Trike vorneweg gefahren. Der Konvoi führte von der Wohnung der künftigen Eheleute in Honzrath über die L 156 bis zum historischen Bahnhofsgebäude in Beckingen, wo sie von der Standesbeamtin Ingrid Conrad getraut wurden.

Nach der Zeremonie begaben sich die Motorradfreunde aus Illingen, Bubach, Göttelborn, Bexbach und Merzig nach draußen. Dort drehten sie voll auf, um das frisch vermählte Bikerpaar mit dem entsprechenden Sound ihrer Maschinen lautstark zu begrüßen, ehe dann später gefeiert wurde.

Für die 63-jährige Standesbeamtin Conrad wurde so ihre Jubiläumstrauung zu einem besonderen Erlebnis in ihrer langjährigen beruflichen Laufbahn beim Amt und der heutigen Gemeinde Beckingen, wo sie im Jahre 1974 als Verwaltungslehrling begann. Nach bestandener Lehrabschlussprüfung 1977 kam sie als Sachbearbeiterin direkt zum Standesamt, das damals von Walter Schommer geleitet wurde. Im April 1996 erfolgte, nachdem sie den erforderlichen Fachlehrgang erfolgreich absolviert hatte, ihre Ernennung zur Standesbeamtin.

Ein Großaufgebot an Bikern begleitete das Paar zur Trauung im Alten Bahnhof in Beckingen. Foto: privat

Ihr erstes Brautpaar stammte aus Honzrath und Haustadt. Im Laufe der Jahre gewöhnte sie sich an verschiedene Trauzimmer im Rathaus und auch außerhalb, wie jetzt noch aktuell die Erwringer Scheier, den Alten Bahnhof und die Kupferschmelze in Düppenweiler. „Die meisten Eheschließungen hatte ich jedoch im Rathaus. Einen Neinsager habe ich in all den Jahren nicht erlebt. Mit der Standesamtsarbeit, die auch einen engen Kontakt zu den Bürgern bedeutet, war ich all die Jahre sehr zufrieden, sonst hätte ich sie nicht solange gemacht“, sagte Conrad, die Anfang kommenden Jahres in den wohlverdienten Ruhestand treten wird.

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