Schraubenfabrik Nedschroef in Beckingen hat 150. Geburtstag gefeiert

Kostenpflichtiger Inhalt: Jubiläum in Beckingen : Schrauben verbinden seit 150 Jahren

Die Firma Nedschroef in Beckingen hatte anlässlich ihres Jubiläums zu einem Tag der offenen Tür eingeladen.

Das 150-jährige Unternehmensjubiläum der Nedschroef Beckingen GmbH (Jahrzehnte Karcher-Schraubenwerk) wird als positive Erinnerung in die wechselvolle Geschichte des Werkes eingehen. Am Wochenende wurde es mit einer internen Abendveranstaltung am Samstag in der Deutschherrenhalle und am Sonntag mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.

Das nach einer Idee von Presswerkmeister Frank Wirth gewählte Festmotto „Beckinger Schrauben verbinden“ war ein Volltreffer, denn Schrauben verbinden nicht nur zwei Teile und halten diese dann zusammen. Sie verbinden auch Menschen, wie die Kollegen im Beckinger Werk untereinander oder mit anderen Nedschroef-Kollegen weltweit, wie es die beiden gemeinsamen hiesigen und Saarlouiser Geschäftsführer Jörg Bosch und Stefan Tils in der 70-seitigen Festschrift zutreffend beschreiben. So machten sich den ganzen Sonntag über viele frühere Mitarbeiter nebst familiärem Anhang auf den Weg zum Karcher, wie das Werk auch heute noch im Volksmund genannt wird, um den Kindern und Enkelkindern zu zeigen, wo der Vater, Großvater oder Urgroßvater viel und schwer geschafft hat, um die Familie zu ernähren.

Aber auch viele sonstige Besucher fanden sich ein, um mal hinter die Mauern der Fabrik zu schauen, die man sonst nur von außen beim Vorbeifahren oder -gehen anblickt. Diese Informationsmöglichkeit nutzten jede Menge Leute, geschätzt an die 2000, aus Beckingen, dem Haustadter Tal und darüber hinaus. Sie konnten über einen markierten Rundgangsweg durch die Werkhallen gehen, die Entstehung der Schrauben von der Drahtrolle über den Produktionsweg mit den beeindruckenden Maschinen bis zum Versand verfolgen. Gerne gaben ihnen die angesprochenen Mitarbeiter, denen die Motivation für ihre Arbeit anzumerken war, Auskunft auf die gestellten Fragen.

Auch eine Ausstellung zum Werk mit tollen Bildern des Fotografen Marc Theis und das nun eingerichtete Museum mit Schrifttum und Kleingeräten zur Firmengeschichte aus früherer Zeit wussten zu gefallen. Nachdem das Programm des Tags der offenen Tür am Vormittag bei trockenem Wetter mit dem Pflanzen einer von der Gartenbaufirma FloraTec bereitgestellten Linde als bleibende Erinnerung an das Jubiläum durch den neuen Nedschroef-Vorstandsvorsitzenden Dr. Matthias Sckuhr, Finanzvorstand Paul Raedts sowie den bei Geschäftsführern Jörg Bosch und Stefan Tils im Beisein von weiteren Führungskräften und Gästen vorgenommen worden war, ging es dann bei regnerischem Wetter weiter. Doch das beeinträchtigte die Feierlaune nicht, denn eine große Werkhalle diente als Festhalle und ließ die große Besucherschar nicht von außen nass werden, aber – je nach Durst – mehr oder weniger von innen.

Erinnerungsfoto mit Besuchern in einer Werkshalle mit Presswerkmeister Frank Wirth (links mit grünen T-Shirt) und Presswerkleiter Christian Gleser (rechts mit grünem T-Shirt). Foto: nb
Sie pflanzten einen Lindenbaumes (von links): Nedschroef-Finanzvorstand Paul Raedts, der neue Vorstandsvorsitzende Matthias Sckuhr sowie die beiden hiesigen und Saarlouiser Geschäftsführer Jörg Bosch und Stefan Tils. Foto: nb

Für das leibliche Wohl sorgten Beckinger Vereine an den Getränke- und Speiseständen, durch Betreuungsdienste und anderes. Mit flotter Musik trugen der Musikverein Gresaubach und das Vereinte Blasorchester Beckingen zur Unterhaltung bei. Auch die kleinen Festbesucher hatten Gelegenheit, sich bei einer Springburg oder einer flachen Rutschbahn zu amüsieren. Bei einer spannenden Verlosung gab es einiges zu gewinnen. Als strahlenden Gewinner des Tages konnte sich, nachdem das Werkstor wieder geschlossen war, aber auch die Firma Nedschroef angesichts der großen Resonanz des Jubiläumsfestes selbst sehen. „Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen“, meinte Geschäftsführer Bosch sehr zufrieden.

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