Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 20:16 Uhr

Salvatorianerinnen nehmen Abschied von ReimsbachDie Zeit in Reimsbach bleibt für Schwester Gerharda unvergessen

Reimsbach. 59 Jahre lang wirkten die Ordensschwestern der Salvatorianerinnen in Reimsbach. Heute leben aber nur noch Schwester Gerharda, die seit der Schließung des Andreas-Hauses in einem Privathaus wohnt, und die im Altenheim in Nunkirchen lebende Schwester Raymundis in der Region Von SZ-Mitarbeiter Norbert Becker

Reimsbach. 59 Jahre lang wirkten die Ordensschwestern der Salvatorianerinnen in Reimsbach. Heute leben aber nur noch Schwester Gerharda, die seit der Schließung des Andreas-Hauses in einem Privathaus wohnt, und die im Altenheim in Nunkirchen lebende Schwester Raymundis in der Region. Jetzt wurden die Ordensschwestern im Rahmen eines von Pfarrer Norbert Klos zelebrierten Gottesdienstes in der Pfarrkirche St. Andreas und Maria Himmelfahrt offiziell aus Reimsbach verabschiedet. Hierzu waren auch die Provinzoberin des Ordens, Schwester Helena, und ihre Stellvertreterin, Schwester Beatrix, gekommen. Schwester Gerharda, die Leiterin des Reimsbacher St. Andreas-Kindergartens, wurde Ende April nach Erreichen der Altersgrenze pensioniert. Ihr neuer Lebensabschnitt führt sie im Oktober in ein von ihrem Orden geführtes Altenheim in Warburg (Ostwestfalen), wo sie andere Aufgaben übernehmen wird. Auch die seit vier Jahren pflegebedürftige Mitschwester Raymundis, die 1974 nach Reimsbach kam, wird künftig dort leben. Damit geht, wie Pastor Klos ausführte, in Reimsbach eine Ära zu Ende, die 1950 begann. Damals holte Pastor Hubert Zimmer den Orden mit zunächst sechs Schwestern in seine Pfarrei nach Reimsbach. Sie betätigten sich in der ambulanten Pflege, mit einer Nähschule und im Kindergarten. 1957 wurde dann ein Altenheim eingerichtet, das 1960 und 1966 erweitert wurde. Wegen der gestiegenen gesetzlichen Auflagen für solche Einrichtungen und der angeschlagenen Gesundheit von Schwester Raymundis entschloss man sich 1996 zur Schließung des Andreas-Hauses. Die alten Menschen waren bis dahin hier gut betreut. Die Ordens-Schwestern saßen auch an vielen Sterbebetten und begleiteten die Sterbenden und ihre Familien. Eine große Anzahl junger Frauen erlernte von den Schwestern den Umgang mit der Nähmaschine. Ganze Generationen wurden im Kindergarten betreut. "Mit der Pensionierung von Schwester Gerharda ist der Dienst der Salvatorianerinnen hier beendet", sagte Pastor Klos. Er dankte den Ordensschwestern für all das, was sie getan haben, auch für das, was nach außen nicht sichtbar war. "Bleiben wir weiter im Gebet verbunden. Ich sage ein herzliches Vergelt's Gott", meinte er.Die Provinzoberin, Schwester Helena, erklärte: "Heute nehmen wir Salvatorianerinnen offiziell Abschied von Reimsbach. 39 Jahre ist Schwester Gerharda in den Kindergärten Erbringen und dann Reimsbach engagiert gewesen. Sie hat ihre Arbeit zum Wohl der Kinder in christlicher Erziehung geleistet und erhält nun in Warburg eine neue Aufgabe." Schwester Raymundis, die 22 Jahre das frühere Altenheim geleitet habe, und nun seit vier Jahren selbst Heimbewohnerin sei, bekomme dort einen Heimplatz. Nach den Ausführungen der Provinzoberin waren bisher insgesamt 41 Salvatorianerinnen-Schwestern in Reimsbach tätig, von denen viele nicht mehr leben. "Wir wollen all dieser Schwestern gedenken", bat sie. Den Rückgang der geistlichen Berufe spüre man auch in der Ordensgemeinschaft. "Ich sage Dank für die Unterstützung. Möge das langjährige Wirken der Salvatorianerinnen gute Früchte bringen", betonte Provinzoberin Helena. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Holger Huppert lud nach der Messe zu einem Abschiedstreffen beim Kindergarten ein, wo die Frauengemeinschaft die Bewirtung besorgte. In vielen Gesprächen wurde persönlich Abschied von Schwester Gerharda genommen. Sie sind am 7. März 1970 nach Reimsbach gekommen. Entsprach das, was Sie dort vorfanden, Ihren Vorstellungen, und wie viele Schwestern gab es damals dort? Sr. Gerharda: Ja, ich war angenehm überrascht. Es waren damals etwa zehn Schwestern dort.Wie sah die Arbeit aus und hat Sie Ihnen Spaß gemacht ? Sr. Gerharda: Zunächst leitete ich sechs Jahre den Kindergarten Erbringen, dann zwei Jahre die beiden Kindergärten Erbringen und Reimsbach und seit 1978 bis zuletzt den Kindergarten Reimsbach. Die Arbeit hat mir viel Freude bereitet.Fällt es Ihnen als gebürtiger Westfälin nach fast vier Jahrzehnten schwer, Reimsbach und das Saarland zu verlassen? Sr. Gerharda: Es fällt mir nach so langer Zeit sicherlich nicht leicht, denn ich habe meine Jugendjahre hier gelassen.Welche besonderen Erinnerungen an Ihre Zeit in Reimsbach nehmen Sie mit? Sr. Gerharda: Besonders die Erinnerung an die dörfliche Gemeinschaft, die sehr wohltuend ist. Man kennt viele Menschen und nimmt mehr Anteil. Auch die sehr schöne Gegend wird unvergessen bleiben.

stichwort Dem 1888 für Frauen gegründeten Salvatorianerinnen-Orden gehören, wie Schwester Gerharda berichtet, auch die aus der Gemeinde Beckingen stammenden Schwestern Josefa und Gertrud (Neisius) aus Hargarten an, dem bereits vorher 1881 gegründeten Salvatorianer-Orden für Männer Pater Alfons (Minas) aus Erbringen. nb