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Reimsbach nicht kaltschnäuzig genug

Reimsbach nicht kaltschnäuzig genug

Der 1. FC Reimsbach hat sein Heimspiel gegen den favorisierten SV Bübingen mit 1:4 verloren. Und das trotz einer 1:0-Führung. Die Erklärung dafür war recht simpel: Die Gäste waren am Ende einfach kaltschnäuziger.

Fußball-Saarlandligist 1. FC Reimsbach musste am Samstag im Heimspiel gegen den SV Bübingen eine 1:4-Niederlage einstecken. Der favorisierte Tabellenzweite erwies sich dabei über die gesamten 90 Minuten als die spielerisch bessere und aggressivere Mannschaft mit größeren Spielanteilen und Torchancen. Mit frühem Angreifen des ballführenden Spielers sowie schnell vorgetragenen Angriffen über die Außenbahnen setzte Bübingen seine guten Mittel stets wirkungsvoll ein. "Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat ein gutes Spiel abgeliefert", sagte FCR-Trainer Uli Braun. Er sah ein Spiel auf Augenhöhe, wobei er der Gäste-Elf allerdings mehr Kaltschnäuzigkeit zuschrieb, die ihre Tore zum richtigen Zeitpunkt erzielte.

Ihre Elf musste das Trainerduo Uli Braun/Marco Buchheit kurzfristig umstellen. Spielführer Michael Magard musste ebenso ersetzt werden wie Ilkay Yetik und Benjamin Sauer, für den erstmals Marius Meiß die rechte Abwehrseite besetzte. Serkan Geldi rückte für den Spielführer in die Innenverteidigung. Björn Feil spielte von Beginn an. Buchheit blieb noch angeschlagen draußen. Die neu formierte Abwehr hatte zuweilen ihre Probleme mit den schnellen Stürmern Nils Cuccu, Nico Veeck und Pierluigi Vella. Ein Missverständnis zwischen Torwart Sven Bossmann und Abwehrspieler Geldi ermöglichte den Gästen nur zwei Minuten nach dem Reimsbacher Führungstreffer das 1:1 (19. Minute) durch Cuccu.

Neben diesem unnötigen Treffer waren für Trainer Braun zwei weitere Spielszenen entscheidend für die Niederlage. Nach dem 1:1-Zwischenstand hatte seine Elf die große Möglichkeit in Führung zu gehen. Anders als beim ersten Treffer, als Tayfun Külekci einem gegnerischen Abwehrspieler vor dem Strafraum den Ball abluchsen, den Torwart Lars Breyer umdribbeln und dann einschieben konnte (17. Minute), scheiterte Külekci diesmal am Torwart. Doch Külekci erreichte den Ball wieder und suchte noch aus spitzem Winkel mit einem Schlenzer ins lange Eck den Abschluss (35.). Der Ball ging knapp vorbei. Auch sein Stürmerkollege Andreas Haupenthal verpasste den Ball nur knapp.

"Damit hätte das Spiel sicherlich einen anderen Verlauf genommen", war sich Braun sicher, der zudem monierte, dass dem Führungstreffer der Gäste-Elf kurz vor dem Seitenwechsel ein klares Foul vorausgegangen sei. "Unser Abwehrspieler wurde vom Kopfballschützen Vella klar und deutlich für alle sichtbar, nur vom Schiedsrichter nicht, weggestoßen", sagte Braun. Zehn Minuten waren im zweiten Abschnitt gespielt, als Michael Schäfer den Gästestürmer Cuccu im Strafraum foulte. Den Elfer verwandelte Marcel Noll zum 3:1. Damit war die Partie entschieden. Für Christian Hissler gab es zehn Minuten vor Spielende noch die Rote Karte wegen eines Handgemenges mit einem Zuschauer. In Unterzahl war der vierte Treffer in der Nachspielzeit durch Frank Schweitzer die logische Folge.