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Ralf Pönicke löst Karl-Heinz Geilenkirchen als Vorsitzender des Männerchores ab

Düppenweiler : Ralf Pönicke folgt auf Karl-Heinz Geilenkirchen

Wechsel an der Spitze des Männerchores Düppenweiler: Das jüngste Chormitglied übernimmt fortan den Vorsitz.

Zwölf Jahre lang hatte Karl Heinz Geilenkirchen den Männerchor Düppenweiler geführt. Nun haben die Mitglieder die Leitung des 1909 gegründeten Männergesangvereins in die Hände des jüngsten Chormitglieds gelegt. Der 52-jährige Ralf Pönicke wurde in der Generalversammlung auf Vorschlag von Geilenkirchen einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Dieser wird aber weiterhin dem Vorstand als stellvertretender Vorsitzender angehören und den neuen Chef tatkräftig unterstützen. Das wollen auch die übrigen Vorstandsmitglieder, sind sie doch unisono bei der Wiederwahl einstimmig bestätigt worden: Franz-Josef Muhm und Volker Feld (Kassierer), Erhard Seger und Sigi Monz (Schriftführer), Günther Britz, Walter Ewen und Franz-Josef Johann (Beisitzer), Frank Gotthardt und Volker Tripp (Notenwarte) und Chorleiter Florian Schwarz (kooptiert). Natürlich wurde zunächst der alte Vorstand vorschriftsmäßig entlastet, wie es die beiden Kassenprüfer Hans-Josef Schweitzer und Ewald Preuß, beantragten. Kasse und Stimmung „stimmen“ in diesem Verein, der im vergangenen Jahr sein 110-jähriges Bestehen feiern konnte.

Das Jubiläumsjahr war für den Chorleiter und die Sänger eine Herausforderung: Anfang 2019 das Neujahrskonzert zum Auftakt, im Juni das große Jubiläumskonzert, das auch finanziell ein Kraftakt für den Verein war, und jetzt Anfang 2020 ein Neujahrskonzert in der Pfarrkirche mit Echo-Preisträger Christian Schmitt an der Orgel und Benjamin Schäfer an Marimba und Schlagwerk. Dabei musste der Chor in den letzten Jahren einen altersbedingten Aderlass von Mitte 30 Mitglieder auf 27 verkraften. Aber damit gehört der Chor nach wie vor zu den größten der Region.

Die Zahl der Auftritte war zwar früher größer, denn auch die Zahl der Chöre hat landesweit dramatisch abgenommen. Wohin die Reise geht, ist alles andere als optimistisch zu prognostizieren. Aber der neue Vorsitzende will sich nicht entmutigen lassen. So viel war jedenfalls aus seinen Schlussworten herauszuhören. Pönicke will an die alten Erfolge anknüpfen, aber auch eine fortschrittliche Ausrichtung des Vereins und des Chores in den Fokus rücken. Er macht den Sängern Mut, den Zusammenhalt des Chores überzeugend und fühlbar zu machen, um Außenstehenden das Bedürfnis zu vermitteln, unbedingt dazu gehören zu wollen. Der neue Vorsitzende bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert“.