Plötzlich ist die Leiche weg

Beckingen. Für die seit zwei Jahren bestehende TAG unter Leitung von Lehrerin Verena de la Rey Swardt, die auch Regie führt, ist es bereits die zweite Produktion. Jedes Jahr kommen neue Darsteller hinzu, andere springen ab. Wenn sich mehrere für die gleiche Rolle bewerben, entscheidet das Vorsprechen

Beckingen. Für die seit zwei Jahren bestehende TAG unter Leitung von Lehrerin Verena de la Rey Swardt, die auch Regie führt, ist es bereits die zweite Produktion. Jedes Jahr kommen neue Darsteller hinzu, andere springen ab. Wenn sich mehrere für die gleiche Rolle bewerben, entscheidet das Vorsprechen. Sprechübungen, Konzentration, Theatersport, Improvisation und das Aufsagen von Zungenbrechern dienen mit zur Sprecherziehung. Obwohl die Schüler teils kurz vor den Prüfungen stehen, investieren sie viel Zeit in das Theaterspielen. Aber sie machen es gerne, denn "Man lernt neue Freunde kennen, sich im Team einzufügen, an einem Strang zu ziehen und hat Freude an der Arbeit." Für Thiemo, der bereits die Fachoberschule besucht, war es klar, wieder mitzumachen. "Es hat mir im vergangenen Jahr viel Spaß gemacht, deshalb bin ich auch nun wieder dabei, obwohl ich nicht mehr in der FBKS bin", sagt er. Hinter den Kulissen Die TAG hat bereits mehrere Produktionen des Saarländischen Staatstheaters besucht und dort hinter die Kulissen geschaut, dabei viel auch für sie Interessantes gesehen. Das jetzige Stück wurde schon vor einer Weile von den Schülerinnen und Schülern ausgesucht. Auf die Frage, warum gerade dieses, meinen sie übereinstimmend: "Es ist witzig, von den Charakteren her schwieriger zu spielen als unser erstes und zeigt etwas von der Wirklichkeit des Zusammenwohnens in einem Mietshaus." Proben in den Ferien Auch in den gesamten Osterferien, sogar am Ostermontag, wurde fleißig geprobt. Alle Akteure wünschen sich, dass alles gut klappt und viele Leute kommen. "Die Mitglieder unserer TAG haben in kurzer Zeit ein enormes Verantwortungsbewusstsein entwickelt", betont deren Leiterin de la Rey Swardt, die zum Bedauern der Jugendlichen nächstes Jahr die Schule verlässt und es somit ihre letzte Aufführung sein wird. Aber diese wird das Publikum sicherlich sehr begeistern, denn sie hat einen tollen Inhalt. Als Hausmeister Keimling vom Anruf bei der Polizei zurückkehrt, kriegt er einen Schreck: Die Leiche ist weg, die eben noch in ihrem eigenen Blut im Treppenhaus lag. Davon lässt sich die Kommissarin Kümmel - ganz Profi - ebenso wenig beirren wie von dem aufgeregten Geplapper der Hausbewohner. Kaum eingetroffen, beginnt sie, unterstützt von ihrer fachkundigen Assistentin, unverzüglich mit den Recherchen und findet prompt wenig später ein Stoffpartikel, das augenscheinlich zur Kleidung des Mörders gehören muss. Die selbstbewusste Heldin kann auch im Folgenden weder die Leiche noch den Täter finden. Sie hat alle Mühe, ihre Theorie über Täter, Motiv und Tathergang im Tohuwabohu des "abgründigen" Beziehungsgeflechts unter der leidenschaftlichen Mieterschaft zu behaupten. Erst in den letzten Minuten dieser temperamentvollen Komödie kommt es zur Lösung des Falles. Es bleibt also spannend bis zum Schluss. Der Eintritt beträgt drei Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder. Karten an der Abendkasse

Auf einen BlickDarsteller: Tamara Müller als Kommissarin Kümmel, Jasmin Himbert als Fritzi Kulke, Tanja Folz als Witwe Vogelkorn, Thiemo Klein als Hausmeister Keimling, Serge de la Rey als Herr Gugelrock, Vanessa Anacker als Frau Gugelrock, Denise Schleich als Frau Scheiblein, Jessica Amorim Almeida als Ava Milko, Robin Eifler als Phil Casner, Stefanie Gottfrydziak als Frau Katz, Janine Pink als Frau Stangenbrodt, Marie Gantner als Frau Popp, Paul Meyer als Hänschen Kniebel und Lisa Wagner als Frau Freitag. Regie: Lehrerin und TAG-Leiterin Verena de la Rey Swardt. Technik: Bühnenbau Lehrer Claus Brutty und seine AL-Gruppe, Bühnenbild Theater-AG, Licht- und Tonregie Prosound Concept. nb

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