Neues Jahr, neue Herausforderung

Zu seinem ersten Neujahrsempfang hatte Beckingens Ortsvorsteher Dieter Hofmann Gäste aus der Politik, Vereinsvorsitzende und Gewerbetreibende ins Kulturhaus „Alte Wäscherei“ eingeladen.

Nachdem er vor einem halben Jahr die Nachfolge von Gerhard Braun, der aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen sein Amt niederlegte, angetreten hat, zog Dieter Hofmann eine Bilanz seiner bisherigen Tätigkeit. Ein besonderes Augenmerk legte er auf die Verbesserung des Zustandes auf dem Friedhof, die aber mit dem zur Zeit verfügbaren Personal kaum realisierbar sei, so der Ortsvorsteher. Weiter gab er bekannt, dass für die Erneuerung der Parkanlage vom Umweltministerium ein Zuschussbescheid in Höhe von 5000 Euro eingegangen sei.

Hofmann wies daraufhin, dass ein bisher namenloser, durch die Sanierung entstandener Platz im September letzten Jahres den Namen "Aline-Söther-Platz" erhielt. Die Namensgeberin wurde in Beckingen geboren und verstarb 1945 in einem Konzentrationslager .

Der Ortsvorsteher nannte auch die Zahlen, die der SPD-Ortsverein bezüglich einer Befragung der Anwohner in der Waldstraße erhoben hat, in der massiv gegen die Geschwindigkeitsregeln verstoßen wird. Die Bürger sprachen sich für die Aufstellung eines stationären Blitzgerätes oder die Ausweisung einer Tempo-30-Zone aus.

Die Durchführung des Fastnachtsumzuges 2016 ist gesichert, nachdem sich neben ihm drei weitere Personen bereit erklärt haben, die Sache in die Hand zu nehmen. Die bisherige Organisationsleitung stand nicht mehr zur Verfügung, sowohl Ortsrat als auch die Vereinsgemeinschaft waren nicht bereit, hier einzuspringen.

Der Ortsvorsteher bedauerte, dass die Teilnahme der Vereine am Volksfest "Beckinger Schmaus" rückläufig sei. Hierzu will er, wie auch bei der Kirmes, gemeinsam mit den Vereinen und dem Gewerbeteam ein neues Konzept erstellten.

Sein Dank galt allen, die ihn bei der Arbeit im letzten Jahr unterstützt haben: Ortsrat, Gemeindeverwaltung, Vereine und dem Gewerbeteam, welches eine Spende zur Finanzierung des Neujahrempfangs machte.

Bürgermeister Erhard Seger brachte, wie auch der Ortsvorsteher zuvor, seine Freude zum Ausdruck, dass mit der Firma Nedschroef ein neuer Investor für die Beckinger Schraubenwerke gefunden wurde und dadurch Arbeitsplätze gesichert werden konnten.

Im Haushalt der Gemeinde sind für den Ort unter anderem Gelder für den Endausbau im Pfaffenkopfweg, für die Sanierung der Kirchenmauer in der Talstraße und für die Sanierung der Heizungsanlage im Rathaus für dieses Jahr eingestellt. Seger schilderte auch die getroffenen Maßnahmen bei der Unterbringung von Flüchtlingen, die für alle Beteiligten ein hohes Engagement erfordern würden. Aufgrund dieser Krise sei, so Seger, die Diskussion über die geplante und unabwendbare Verwaltungs- und Gebietsreform zur Zeit in den Hintergrund getreten.

Dem Problem der Überalterung der Bevölkerung, insbesondere in den Dörfern, müsse mit einer Erhöhung der Attraktivität in den Orten entgegengetreten werden, damit sich auch die jüngeren Generationen hier wohlfühlen und wohnen bleiben. Hierbei komme auch den Vereinen große Bedeutung zu, wobei er den Verantwortlichen für deren Engagement seinen Dank aussprach. Seger hob die gute Zusammenarbeit mit Ortsvorsteher Hofmann und dessen Vorgänger Gerhard Braun, sowie deren Stellvertreter Elmar Seiwert heraus. Die musikalische Umrahmung des Abends kam von dem Gesangsquintett No men.