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Kita
Nemak-Azubis halfen bei sozialem Projekt

Bürgermeister Thomas Collmann (oben Mitte) war begeistert Einsatz der Azubis.
Bürgermeister Thomas Collmann (oben Mitte) war begeistert Einsatz der Azubis. FOTO: Norbert Becker
Erbringen. Durch die Unterstützung freiwilliger Helfer hat die Erbringer Kindertagsstätte „St. Luzia“ jetzt einen neu gestalteten Außenbereich.

Das Umfeld vor der Erbringer Kindertagsstätte „St. Luzia“ wird freundlicher und zweckdienlicher umgestaltet. Dazu hieß es kürzlich im Elternbrief: „Endlich beginnen wir mit unserem Gartenprojekt, das so lange auf sich warten ließ“. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass von der Aktion Mensch ein Betrag von 5000 Euro zur Materialbeschaffung zur Verfügung gestellt wurde und welche Firmen (siehe Info) das Projekt unterstützen.



Dann kam richtig Bewegung in die Sache, wie Bürgermeister Thomas Collmann, Ortsvorsteher Hubert Schwinn und Kulturamtsleiter Armin Buchheit bei einem Ortstermin feststellten. „Ich freue mich über diese tolle Maßnahme“, betonte der Bürgermeister. Er lobte das ehrenamtliche Engagement und sprach allen, die durch Sach- oder Geldspenden sowie Arbeitsleistungen dabei sind, den Dank der Gemeinde aus. Auch der Ortsvorsteher schloss sich seinen Worten an. „Ich finde es als eine gute Sache“, meinte er. Die Neugestaltung des Zuganges komme nicht nur behinderten Besuchern, sondern auch Müttern mit Kinderwagen und dem Essenzulieferer zugute.

Verschiedene bauliche und gartengestalterische Maßnahmen sind unter der Regie von Jürgen Schmal vom Bauamt der Gemeinde Beckingen als Projektbegleiter angelaufen oder bereits fertig. Besonders rührig zeigt sich wiederum der Elternausschussvorsitzende Frank Latwein, der sogar Urlaub für die Arbeiten, die er unter Mithilfe seines Vaters Engelbert und Beteiligung des Bauhofes ausführte, nahm. Ganz besonders freuen sich die Kita-Leiterin und Projektbegleiter Schmal über die von ihm organisierte kostenlose Hilfe von sechs Auszubildenden der Firma Nemak (Alumotorenblockwerk) in Dillingen, die sich gerne mit Schaufeln und Rechen um das Auftragen eines neuen Mutterbodens auf dem gesamten bisherigen Rasen und um die Sträucher kümmerten.

„Es ist das erste Mal, dass unsere Azubis aus der Lehrwerkstatt außerhalb des Werkgeländes aktiv sind und sich an einem solchen sozialen Projekt beteiligen. Das ist auch gut für den Zusammenhalt im Team“, sagt Ausbildungsleiter Rainer Sass, der erfreut ist, dass es den jungen Menschen auch viel Spaß macht. Zudem hat die Firma Nemak Edelstahlteile für ein Geländer an der neuen Eingangstreppe mit Rampe gestiftet. Die Teile liegen derzeit noch in der Garage des Nemak-Mitarbeiters Thomas Emmerich in Erbringen, wo sie von ihm und seinem Arbeitskollegen Stefan Neisius aus Hargarten unter Assistenz der Azubis zusammengeschweißt werden. Zu Beginn des Projektes war es notwendig, die alte, mehrstufige Treppe abzureißen, und Randsteine für einen behindertengerechten Eingang über eine neue Treppe mit Rampe, die aufgeschottert und mit Rechteckpflaster angelegt wurde, sowie für ein Blumenbeet vor dem Bürofenster der Leiterin zu setzen.

Auch die Flächen für den späteren Fahrradunterstand und den Mülleimerstellplatz, der ummauert wird, mussten gepflastert und das Klettergerüst abgebaut werden, da hier eine neue Rutschbahn installiert wird. „Als finanziellen Anteil hierzu hat uns dieser Tage die Frauengemeinschaft Erbringen-Hargarten eine Spende von 1000 Euro überreicht“, sagt die junge Kita-Leiterin Svenja Haas, die sich bei allen, die zum Gelingen des Projekts beitragen, herzlich bedankt.

Das Aufbringen des Mutterbodens machte den Nemak-Azubis als Ausgleich für ihre alltägliche berufliche Tätigkeit sichtlich Spaß.
Das Aufbringen des Mutterbodens machte den Nemak-Azubis als Ausgleich für ihre alltägliche berufliche Tätigkeit sichtlich Spaß. FOTO: Norbert Becker