Mit Sport gegen Frust und Langeweile

Mit Sport gegen Frust und Langeweile

Oppen. In dem großen Partyzelt auf dem Dorfplatz, in dem es an den tollen Tagen hoch her geht, war eine Woche vor der Fastnacht ein Streetsoccer-Feld aufgebaut, das der Landkreis angeschafft hat und das zukünftig von Vereinen, Initiativen und Gemeinden im Kreis kostengünstig genutzt werden kann

Oppen. In dem großen Partyzelt auf dem Dorfplatz, in dem es an den tollen Tagen hoch her geht, war eine Woche vor der Fastnacht ein Streetsoccer-Feld aufgebaut, das der Landkreis angeschafft hat und das zukünftig von Vereinen, Initiativen und Gemeinden im Kreis kostengünstig genutzt werden kann.20 mal 13 Meter groß ist das Kleinspielfeld, das mit einem Kunstrasenbelag und einer Bande versehen ist. Auf dieser Anlage fand am Wochenende in Oppen ein Streetsoccer-Turnier für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren statt, an dem insgesamt 25 Mannschaften aus verschiedenen Altersstufen teilnahmen.

Aber es ging nicht nur um Fußball an diesem Samstag in Oppen: In der Zeltarena war außerdem ein abwechslungsreicher Erlebnisparcours für die jugendlichen Besucher aufgebaut. Sie konnten an einer Kletterwand ihre Bergsteiger-Künste erproben. Sehr gefragt war eine weitere Attraktion, die den ganzen Tag über für Stimmung sorgte: Beim Ritt auf einem elektrischen Bullen kam echte Rodeo-Atomsphäre auf - gepaart stets mit einer gewissen Schadenfreude, wenn wieder mal ein mutiger Reiter zum unfreiwilligen Abflug von dem bockigen Elektro-Tier ansetzte.

Auch multimedialer Spaß wurde geboten, die vom Losheimer Alpha-Tech aufgebaute Video-Spielecke mit der Wii-Konsole erfreute sich großer Resonanz - auch hier war Sport angesagt. Für die präventive Komponente auf der Veranstaltung sorgten die Mitarbeiter des Kreisjugendamtes, die an einem Infostand mit den Besuchern und Teilnehmern über Suchtgefahren und Alternativen zu Drogen sprachen.

Ausrichter des Fußball-Erlebnistages war der Sportverein Oppen, der für die Veranstaltung auch die Unterstützung von Sponsoren wie der Sparda-Bank Südwest gewinnen konnte und von der Gemeinde Beckingen unterstützt wurde. Das Präventionsprojekt des Landkreises wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms "Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" gefördert.

Wie Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich auf der Veranstaltung sagte, gehe es darum, beispielhaft aufzuzeigen, wie Jugendlichen attraktive Erlebnis- und Mitmachformen angeboten werden können: "Aktiv etwas gemeinsam in der Clique zu unternehmen, ist immer besser, als die Langeweile mit Alkohol oder Drogen zu bekämpfen." Gerade in ländlich geprägten Regionen wie Merzig-Wadern, wo der öffentliche Nahverkehr nicht so gut ausgebaut und die Mobilität gerade junger Menschen dadurch eingeschränkt sei, komme es darauf an, auch vor Ort Jugendlichen etwas zu bieten. Dafür sei der "Massensport" Fußball besonders geeignet, denn dafür interessiere sich fast jeder.

Das bewies auch das Turnier in Oppen, bei dem unter anderem mehrere reine Mädchenmannschaften am Start waren. Die Teilnehmer kamen von verschiedenen Schulen, aber auch von Vereinen oder Jugendgruppen aus dem Kreisgebiet. Den Sieg in der Altersklasse bis 16 Jahre errang das Team "Mosel-Teufel" aus dem Dreiländereck, die Konkurrenz der 17- bis 18-Jährigen gewann die Erweiterte Realschule Merzig. Beide Gruppen fahren im Herbst zu einem Fußball-Bundesligaspiel. Bei den Mädchenmannschaften setzte sich der SV Bardenbach durch. Die Turnierreihe soll im Sommer in den Gemeinden des Kreises fortgesetzt werden.