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Erinnerungen
Erinnerungs-Matinee über das kollektive Gedächtnis

Gunter Altenkirch spricht in Beckingen.
Gunter Altenkirch spricht in Beckingen. FOTO: Lasse Altenkirch / Marcus Altenkirch-Fess Erfweiler
Beckingen. Eine Erinnerungsmatinee startet am Sonntag, 14. Oktober, 10.30 Uhr  in der Beckinger Kulturwerkstatt, Nikolausstraße 6, Beckingen. Zu Gast ist der Ex-Beckinger Gunter Altenkirch. Gibt es ein kollektives lokales Gedächtnis? red

Eines, das nicht nur in Nostalgie schwelgt; sondern eines, das auch funktioniert und nicht gleich aussetzt, wenn mal sogenannte „dunkle Zeiten“ („des années noires“, wie die Franzosen dazu sagen) angesprochen werden? Eines, das sich wirklich erinnert, das festhält und wieder vor Augen führt, was war und geschah in einem abgesteckten Rahmen mit vertrauten (oder auch nur scheinbar vertrauten) Personen?


Unsere dörflichen Strukturen haben sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt, sind schon lange nicht mehr homogen (waren sie es je?). Echte Dorfhäuser lassen sich heute abzählen, müssen herausgeputzt und ausgezeichnet werden, wenn sie dem alten Idealbild entsprechen wollen. Die Dorfgemeinschaft ist neu zusammengesetzt, es gibt (immer weniger) Alteingesessene, es gibt Zugezogene, „Freemen“, Zugewanderte, dörfliche Weltbürger und solche, die gelegentlich in heimatliche Gefilde zurückkehren und sich am Dialekt erneut „delektieren“. Gibt es (noch) eine Beckinger „Identität“? Wie sah und sieht sie aus?

Die seit einiger Zeit in unregelmäßigen Abständen stattfindenden „Beckinger Gespräche“ möchten dieses Thema aufgreifen und haben dazu einen bundesweit bekannten und kompetenten Referenten gewinnen können – den Heimatkundler Gunter Altenkirch, lange Jahre wohnhaft in der Beckinger Waldstraße, Schüler von Lehrer Raimund Schneider in der 8-klassigen evangelischen Beckinger Volksschule und mit der Beckinger Dorfgeschichte aus eigener Erfahrung und intensiver wissenschaftlicher Beschäftigung bestens vertraut. Altenkirch, Jahrgang 1942, wird die Zuhörer mit fundierten Beckinger Geschichten seit Mitte des 19. Jahrhunderts „konfrontieren“, Erinnerungen wachrufen und sachkundig kommentieren.



Eintritt frei (ein Hut geht rund).