Hilfe für Mädchen und Frauen: „Luisa“ hilft Mädchen und Frauen in Notsituationen

Hilfe für Mädchen und Frauen : „Luisa“ hilft Mädchen und Frauen in Notsituationen

Wie bereits der Frauennotruf Münster wollen Beckinger Jugendliche ein diskretes Hilfsmodell auch im Saarland etablieren.

() Es passiert leider immer wieder: Mädchen und junge Frauen werden beim Feiern bedrängt oder werden Opfer von Übergriffen mit Ko-Tropfen. Um einen schnellen Ausweg aus dieser Situation zu ermöglichen, hat der Frauennotruf Münster das Projekt „Luisa ist hier“ ins Leben gerufen. Das funktioniert so: Wird eine junge Frau bedrängt, genötigt oder ähnliches, kann sie an die Theke gehen und braucht nur zu fragen: „Ist Luisa hier?“. Die an dem Projekt teilnehmenden Einrichtungen haben geschultes Personal, das dann sofort weiß, dass hier ihre Hilfe gefragt ist. So können die jungen Frauen diskret um Hilfe bitten, sie werden aus der „Gefahrenzone“ gebracht, und eine Lösung wird gesucht. So können Familie oder Freunde informiert oder ein Taxi gerufen werden. In jedem Fall sind die Frauen nicht alleine und werden geschützt aus der Situation gebracht.

Von diesem Projekt hörten die Mitglieder des Katholischen Jugendclubs Erbringen-Hargarten (KaJu). Da sie nicht nur Partys für junge Leute organisieren wollen, sondern auch nach einem sozialen Engagement suchen, sei für den KaJu klar gewesen: „Wir holen Luisa ins Saarland“. Nach der Kontaktaufnahme mit dem Frauennotruf Münster dürfen die jungen Studenten und Gesellen des KaJu in der Region loslegen. Einer der ersten Besuche führte in die Kreisverwaltung  zu Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, die sich sofort für das Engagement und das Projekt begeistert habe: „Das ist viel Arbeit, und ich finde es beachtlich, dass Ihr Euch dieses Projekts angenommen habt. Es ist ein wichtiges Thema, dass man unbedingt angehen muss. Wir unterstützen Euch gerne in eurer Projektarbeit.“

Der Kaju hat bereits erste Schritte in der Umsetzung des Projektes eingeleitet. Beispielsweise wurden Plakate gedruckt, die in den Clubs, Discos und Bars im Saarland verteilt werden sollen. Die Vorstandsmitglieder des KaJu wollen danach Kontakt mit den verschiedenen Einrichtungen aufnehmen, um das Projekt umzusetzen.

In den Gastronomiebetrieben stehen danach Schulungen für das Personal an. Der Landkreis unterstütze eine parallel startende Bewerbung von „Luisa“. Mit im Boot ist auch der Frauennotruf Saarland. „Es ist wichtig, dass die Frauen in solchen Situationen nicht alleine sind. Denn leider sind das keine Einzelfälle. Auch mit dem Aushängen der Plakate wird ein gutes Signal gesetzt, so dass jeder sieht: Hier wird was getan“, sind sich Antonia Schneider-Kerle und Sonja Bader vom Frauennotruf Saarland beim Termin im Merziger Landratsamt einig. So könne man bereits mit dem ersten Schritt eine präventive Wirkung erzielen. Welche Betriebe mitmachen, soll für die weiblichen Partygäste an Plakaten deutlich erkennbar sein.

Weitere Informationen per E-Mail luisa@kaju-erbringen-hargarten.de oder auf www.kaju-erbringen-hargarten.de/luisa.