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KV „Grad ze laeds“ Beckingen feiert mit seinen Gästen ausgelassen Fastnacht

Kostenpflichtiger Inhalt: Kappensitzung Beckingen : Eine Fledermaus trifft das dicke Funkenmariechen

Unter  frenetischem Applaus der Zuschauern  zog der Hofstaat der „Grad ze laeds“ zu seiner Gala-Kappensitzung in die Deutschherrennarrhalle ein. Mit den Proklamationen des Prinzenpaares Jan I. und Pamela I sowie des Kinderprinzenpaares Niclas I. und Lea-Sophie I. und dem „Grad-ze-laeds“-Liedes wurde das Programm eröffnet.

Ebenso durfte das vom Sitzungspräsidenten Michael Hecker vorgetragene Lied „Einmol Prinz ze sin in Beckingen an der Saar“ nicht fehlen. Er begrüßte  Bürgermeister Thomas Collmann, Ortsvorsteher Dieter Hofmann, Mdl Dagmar Ensch-Engel, sowie Vertretungen von Karnevalsvereinen.

Eine Fledermaus (Dagmar Ensch-Engel), aus der linken Ecke des Landtags angeflogen, keilte gegen die politische Klasse. Ihr Rat an die Narren, sich das Leben nicht vermiesen zu lassen. Ein Redner (Wolfgang Pfister) ließ „Et Botterblömchen“ auferstehen und feuerte eine Kanonade von rheinischem Humor aus der Bütt. Ein „dickes Funkenmariechen“ (Mandy Bauer) klagte sein Leid, da es wegen seiner Figur nur für bedingte Positionen im Karneval einsetzbar sei. Ihr vierfach eingesprungener Trampelschritt. überzeugte

Trotz aller Versuche gelang es Maya (Christine Henseleit) nicht, Ehemann Klaus (Bernhard Schmitt) für ein Fitnessprogramm zu begeistern. Statt Joga-Übungen auf der Bühne zu zeigen, zofften sie sich gewaltig – sehr zur Freude des Publikums. Selbst  als Maya Engelsflügel umschnallte, ging der Zoff weiter.

Ballermannfeeling kam auf, als Sänger (Marcell Woll) einen Mallorcahit nach dem anderen raushaute. Eine gekonnte Persiflage auf Walt Disney´s Musical „Mary Poppins“ gelang dem äußerst beweglichem Herrenduo (Christian Schröder/Peter Schneehuber).

Den Tanzreigen eröffnete das Kinderfunkenmariechen (Emylia Haupenthal), dem ein sehr anmutiger Auftritt gelang. Ebenso wusste sich der tänzerische Nachwuchs ins Szene zu setzen, der mit einem Garde- und  dem Showtanz kleine „Trolls“ zu gefallen wusste.

Einen feurigen Solopart mit schnellen Rhythmen legte die Trainerin der KVB-Dancers (Jenny Schillaci) aufs Parkett. Auch die Showtanzgruppe des KVB fegte bei fetziger Musik wie Irrwische über die Bühne. Es war  einer Formation aus Gisingen vorbehalten, zu Ehren des Herscherpaares zu tanzen – ein Ensemble, das Tänzerinnen mit Meistertiteln in seinen Reihen hat.

Zwei Männerballette ergänzten das umfangreiche tänzerische Aufgebot. Mit wechselnden Kopfbedeckungen und Tanzstilen glitten die „Dancing Caps“ elegant über die Bühne, während es robust aber ebenfalls choreografisch gelungen bei anpackenden Bauarbeitern zuging. Als sich zum Finale noch einmal alle auf der Bühne versammelten, waren sich Akteure und das Publikum einig, dass sich die „Grad ze laeds“ wieder im Großformat präsentierte, wie es ihr Vereinslied verspricht.