Klangewaltige Hommage an Freddy

Reimsbach. Am 24. Juli 2010 wird die Felsenarena des Hartsteinwerkes der Firma Arweiler in Reimsbach wieder zur Konzertarena

Reimsbach. Am 24. Juli 2010 wird die Felsenarena des Hartsteinwerkes der Firma Arweiler in Reimsbach wieder zur Konzertarena. Die besondere Atmosphäre des imposanten Steinbruchs mit seinen bis zu 70 Meter emporragenden Felswänden, die bei einbrechender Dunkelheit mit auf die Musikdarbietungen abgestimmten Lichteffekten illuminiert werden, lockt jedes Jahr zahlreiche Konzertliebhaber aus dem ganzen Saarland und darüber hinaus zu "Blech im Bruch". Imposant wird auch der Fuhrpark der Firma Arweiler mit Lichteffekten abends in Szene gesetzt, und es beginnt ein Konzertevent an einem ganz außergewöhnlichen Ort. Die Veranstaltung hat sich inzwischen im regionalen Musikgeschehen als Open-Air-Veranstaltung einen Namen gemacht. In der Felsenarena erwartet das Publikum in diesem Jahr mit der "Queen Symphony" eine Hommage an die Musik von "Queen", der britischen Kultrockband mit ihrem leider viel zu früh verstorbenen, charismatischen Frontsänger Freddy Mercury. Im Jahr 2001 erteilte die Plattenfirma EMI Classics dem Komponisten Tolga Kashif den Auftrag, eine Sinfonie zu komponieren, die auf der Musik der legendären Rockgruppe basiert. Die Uraufführung fand 2002 in London mit dem Royal Philharmonic Orchestra statt. Das Album war in vielen Klassikcharts unter den ersten drei Plätzen zu finden. Bei dem Werk handelt es sich nicht um eine einfache Aneinanderreihung von Queen-Songs, die von einem sinfonischen Orchester interpretiert werden. Vielmehr entstand ein eigenständiges, sechssätziges Werk. Musikalische Elemente aus Hits wie "Bohemian Rapsody", "Bicycle race", "We are the Champions", "Radio Gaga", "The Show must go on", "We will rock you" oder "Who wants to live forever" verbinden sich zu einem völlig neuen Klangerlebnis. Die "Queen Symphony" ist eine Hommage an die genialen Musiker von "Queen" und begeistert ein breites Publikum vom Klassikliebhaber bis zum Rock-Fan. "Queen ist inszeniertes Konzert, Queen ist Leidenschaft pur, Queen ist authentisch, und nicht zuletzt ist Queen anders als alle anderen", meint Martin Folz vom "Europäischen Zentrum für Chormusik" in Trier. Folz ist auch in diesem Jahr der künstlerische Leiter und gemeinsam mit Carola Ehrt für das Programm von "Blech im Bruch" verantwortlich. Eigens für die "Queen Symphony" wird das Projektorchester "Ferropolis Symphonic Orchestra" des Landkreises Neunkirchen mit 60 jungen talentierten Musikerinnen und Musikern sowie Profimusikern aus Bigbands und Blasorchestern aus dem Landkreis Neunkirchen zusammengestellt. Mit dem Begriff "Ferropolis" soll eine weitere Hommage, nämlich die an die ehemalige Eisenhüttenstadt Neunkirchen, ausgedrückt werden. Auch bei dem Chor der Großregion Saar-Lor-Lux mit ebenfalls 60 Sängerinnen und Sängern handelt es sich um einen eigens für die klanggewaltige "Queen Symphony" zusammengestellten Projektchor. "Blech im Bruch 2010" steht auch mit seinem übrigen Programm ganz im Zeichen britischer Musik, denn die Veranstaltung wird sich neben der Musik von "Queen" auch ihrem Entstehungsfeld annehmen. Darüber hinaus werden im Vorprogramm ab 19.30 Uhr auch wieder ganz besondere Akzente aus dem Kulturraum der Großregion Saar-Lor-Lux gesetzt. Eröffnet wird der Abend von der "Pipe Band Luxembourg" - ein hochinteressantes Dudelsack-Ensemble in bester schottischer Manier. Diese Band wird auf Dudelsäcken auch Melodien von "Queen" spielen - aber nicht nur - und Formationen marschieren. Danach folgt der Auftritt des Jugendchor-Ensembles "Les Jeunes qui chantent" vom "Conservatoire du Nord" in Ettelbrück. Dieser junge Nachwuchschor mit großem künstlerischem Potenzial aus dem Norden Luxemburgs interpretiert englische Folk- und Lovesongs aus vier Jahrhunderten. "Sehr schön, sehr jung, und sehr talentiert", urteilt Folz. Die 20 jungen Sänger interpretieren Songs und Folkmusik, die auch für die Musiker von "Queen" eine Quelle der Inspiration war. Das krönende Finale des Open-Air-Konzerts bildet dann die "Queen Symphony" mit dem "Ferropolis Symphonic Orchestra" und dem Chor der Großregion Saar-Lor-Lux unter der Gesamtleitung von Martin Folz. "Ich denke, ,Blech im Bruch' wird 2010 auf Grund des tollen Programms wieder ein Erfolg und dazu beitragen, das kulturelle Profil der Gemeinde weiter zu entwickeln. Die Auszeichnung "Saarländischer Kulturort 2009", die das saarländische Kultusministerium der Gemeinde Beckingen in diesem Jahr verliehen hat, begreife ich als Verpflichtung, den Besuchern auch im Jahr 2010 ein anspruchsvolles Programm zu bieten. Mit der ,Queen Symphony' und dem Rahmenprogramm wird das mit Sicherheit auch gelingen", zeigt sich Bürgermeister Erhard Seger vom Erfolg überzeugt. red/pp "Queen ist inszeniertes Konzert und Leidenschaft pur."Martin Folz

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