Reimsbach Ein Haus der kleinen Forscher

REIMSBACH · Die Kindertagesstätte St. Andreas in Reimsbach legt Wert auf frühe Förderung im naturwissenschaftlichen Bereich.

 Die Kinder der Kita St. Andreas freuten sich mit Erzieherinnen und Gästen über die weitere Zertifizierung.

Die Kinder der Kita St. Andreas freuten sich mit Erzieherinnen und Gästen über die weitere Zertifizierung.

Foto: Norbert Becker

Die Kindertagesstätte St. Andreas Reimsbach, zu deren Alltag bereits seit 2013 fest das Erforschen von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) gehört, ist auch weiterhin ein „Haus der kleinen Forscher“ und darf die offizielle Plakette weiter als Hauswandschild an ihrem Gebäude tragen.

Für ihren langjährigen Einsatz in der frühen MINT-Bildung erhielt die Kita nun nach 2016 zum zweiten Mal diese Zertifizierung. Hierzu wurde die entsprechende Urkunde bei einer kleinen Feier im Vorraum der Mehrzweckhalle durch die Koordinatorin Birgit Abel vom Netzwerk ME Saar, der das bundesweite Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“ im Saarland betreut, an die Kita-Leiterin Gudrun Frischmuth überreicht.

Diese konnte neben der Koordinatorin ihr pädagogisches Kita-Team, Vertreter des Förderkreises und der Eltern, den Beckinger Bürgermeister Thomas Collmann, den Reimsbacher Ortsvorsteher Jürgen Dörholt, die Kita-Gesamtleiterin Helga Bourgeois, die kommissarische Grundschulleiterin Traude Lenhof und andere Gäste begrüßen.

Die Koordinatorin Bauer erläuterte das Projekt, das sich mit vielen Fragen beschäftigt. Wie reden Fische miteinander? Warum donnert es und wie entsteht ein Abendrot? Kinder haben viele Fragen und entdecken jeden Tag die Welt um sich herum. Die Pädagoginnen der Kita Reimsbach bilden sich regelmäßig im Rahmen der bundesweiten Bildungsinitiative „Haus der kleinen Forscher“ weiter, um die Mädchen und Jungen bei ihrer täglichen Entdeckungsreise durch die Welt der MINT-Fächer zu begleiten.

Bauer führte vor den Augen der Gäste mit den Kindern Experimente durch, darunter auch das Tröpfeln von Apfelsinensaft auf Luftballons, die dadurch platzten. Es gilt, nach den vorgegebenen Regeln die frühkindliche Entdeckerlust zu entdecken und zu begleiten.

Gemeinsam mit den Kindern beobachten und erforschen die Erzieherinnen Alltagsphänomene. Als Lernbegleitung fördern sie dabei eine Reihe weiterer Kompetenzen, die die Kinder für ihren späteren Lebensweg benötigen wie lernmethodische Kompetenz, Sprach- und Sozialkompetenz, Feinmotorik sowie ein Zugewinn an Selbstbewusstsein und innerer Stärke.

Das persönliche Engagement der pädagogischen Fach- und Lehrkräfte ermöglicht den Kindern bei diesem Konzept, schon früh mit naturwissenschaftlichen Phänomenen, mathematischen, informatischen und technischen Fragen in Berührung zu kommen.

Das Zertifikat „Haus der kleinen Forscher“ unterstützt Kinder, diesen Fragen eigenständig nachgehen zu können und ihre eigenen Entdeckungen zu machen. „Je öfter ein Kind durch das Forschen erlebt, ‚ich kann etwas’, desto besser ist es für die Zukunft gerüstet“, unterstreicht Michael Fritz, Vorstand der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ in seiner Info.

Die Zertifizierung wird nach festen Qualitätskriterien vergeben, die sich am Deutschen Kindergarten Gütesiegel und den prozessbezogenen Qualitätskriterien für den naturwissenschaftlichen Unterricht orientieren. Sie wird für zwei Jahre verliehen, dann können sich die Einrichtungen neu dafür bewerben.