Kein alltägliches Hobby

Dillingen/Beckingen. Hühner, Zwerghühner, Tauben, Wasser- und Ziergefügel, das waren die Hauptakteure der 18. Landesstammschau des Verbandes saarländischer Rassegeflügelzüchter in Beckingen. Der Rassegeflügelzuchtverein 1906 Dillingen war eigens aus der Hüttenstadt in den Nachbarkreis umgezogen, weil die Deutschherrenhalle für eine derartig große und umfassende Schau mehr Platz bot

Dillingen/Beckingen. Hühner, Zwerghühner, Tauben, Wasser- und Ziergefügel, das waren die Hauptakteure der 18. Landesstammschau des Verbandes saarländischer Rassegeflügelzüchter in Beckingen. Der Rassegeflügelzuchtverein 1906 Dillingen war eigens aus der Hüttenstadt in den Nachbarkreis umgezogen, weil die Deutschherrenhalle für eine derartig große und umfassende Schau mehr Platz bot.Über 300 Tiere und 115 Stämme - also ein Hahn und zwei Hühner - aus über 30 Vereinen sorgten zwei Tage lang für Geflatter und Gegacker in der Halle. Die Besucher erwartete ein nicht alltäglicher Querschnitt in Sachen Rassegeflügel. So zeigte sich Rolf Bartholme vom gastgebenden RZGV Dillingen mit dem Niveau und der Vielfalt der Ausstellung sehr zufrieden.

Exotisches Geflügel

Zu den Besonderheiten gehörten vor allem die vom Aussterben bedrohten Stenhühner, aber auch die indischen Zwergkämpfer fanden viel Beachtung. Die Kinder begeisterten sich dagegen mehr an der Vielfalt des Geflügels.

Der Rassegeflügelzuchtverein Dillingen präsentierte sich mit dieser 18. Landesstammschau von seiner besten Seite, wie sowohl Beckingens Bürgermeister Erhard Seger, Schirmherr der Veranstaltung, als auch der Landesvorsitzende der Rassegeflügelzüchter Jürgen Kühn übereinstimmend betonten.

Allerdings will Rolf Bartholme nicht verschweigen, dass auch sein Verein unter Nachwuchsproblemen leidet. Es werde immer schwieriger, junge Leute für dieses nicht alltägliche Hobby zu begeistern, zumal neben der notwendigen Zeit auch die räumlichen Voraussetzungen stimmen müssen.

Der Rassegeflügelzuchtverein Dillingen, der auf eine mehr als 100-jährigen Tradition verweisen kann, zählt derzeit noch rund 30 Mitglieder, von denen gerade einmal zwölf aktiv sind. Der Verein verfügt über zehn Zuchtanlagen.