1. Saarland
  2. Merzig-Wadern
  3. Beckingen

Kappensitzung der Frauengemeinschaft Erbringen-Hargarten

Kostenpflichtiger Inhalt: Kappensitzung in Hargarten : Faasendgeckische Fraaleit zeigen ihre Kraft auf der Bühne

Ihre unbändige Power haben die Akteurinnen sowie deren männlicher Anhang am Samstag wieder beim närrischen Treiben der Frauengemeinschaft Erbringen-Hargarten bewiesen. Die bunt geschmückte Weidental-Narrhalla war dabei bis auf den letzten Platz besetzt.

Mit ihrem tollen Programm aus Sketchen, Büttenreden und fetziger Musik bewiesen die faasendgeckischen Fraaleit auch diesmal ihre hervorragende karnevalistische Leistungskraft, um das Publikum aus Hargarten und Umgebung in aufwallende Stimmung zu bringen.

Andrea Kammer hieß als erste Vorsitzende die große, zu allermeist weibliche Narrenschar, willkommen. Darunter waren als Gäste unter anderem auch Beckingens Bürgermeister Thomas Collmann, die beiden Ortsvorsteher Christian Marx (Hargarten) und Hubert Schwinn (Erbringen) nebst seiner Stellvertreterin Astrid Moritz und die Gemeindereferentin Stefanie Kallenborn, die später auch aktiv mitwirkte. Mit ihrem bekannten Witz und Charme führte Eva Ewen durch ein mehrstündiges Programm, das pünktlich mit dem prunkvollen Einzug aller Akteurinnen und der Prinzengarde startete.

Im roten Frack legten die Showgirls aus Rissenthal, seit Jahren gern gesehene Gäste, eine flotte Tanzshow auf die Bühnenbretter. Allerlei Krankheiten zählte eine Patientin bei ihrem Arztbesuch in dem Sketch „Die Altersvorsorge“ auf. Mit dem Fernsprechapparat alter und neuer Art nebst Handy befasste sich eine Teilnehmerin in der Bütt. Um überflüssige Pfunde von Frauen ging es in dem Musikvortrag „Hüftgold“, bei dem man feststellte, dass in jeder Frau ein Stück Hefe vorhanden ist. Eine besorgte Mutter wollte in dem Sketch „Rüdiger soll heiraten“ unbedingt ihren Sohn unter die Haube bringen. Doch nicht die sexuelle Neigung spielte dann eine Rolle, sondern die Religion. Ein mit der EDV bestens vertrauter junger Verkäufer wurde in dem weiteren Sketch „Die Schreibmaschine“ erstmals mit einer solchen aus alter Zeit konfrontiert und wusste bei dem Erbstück nicht zu helfen. Rhythmisch auf die Knie kloppten die Frauen beim Hand-Clapp-Skit.

Nach der Pause gab es bei einem Ehepaar und seinem sprechenden Vogel Huddel in dem Sketch „Der Anrufbeantworter“. Eine flotte Tanzvorstellung boten die Opper Mädels. In einer Sketchdarbietung ohne Worte ging es dann um Probleme rund um den Kaugummi und in einer weiteren um die richtige Verwendung eines USB-Sticks. Als Leierweiber, die keinen Grund zum traurig sein hatten, entpuppte sich eine Gruppe junggebliebener Witwen. Viele Missverständnisse sprachlicher Art ergaben sich zwischen zwei an einer Bushaltestelle wartenden Fahrgästen. Was beim Einkaufen von Shrimps daneben gehen kann, zeigte der Sketch „Einkaufen“. Der nächste drehte sich um einen Maler und sein Gemälde, einen „echten Smirasso“. In Topform zeigte sich auch diesmal wieder die Dorftratsche, die einige bekannte Ehepartner auf die Schippe nahm. Einen eindrucksvollen Schlusspunkt setzte wiederum das Männerballett mit seiner Show über die 90er Jahre.