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Jetzt ist der Whitesell-Chef am Zug

Jetzt ist der Whitesell-Chef am Zug

Der Kampf um den Erhalt des Schraubenwerkes in Beckingen geht weiter. Betriebsrat und Gewerkschaft befürchten unterdessen das Aus für das Schraubenwerk – und damit für die Beschäftigten vor Ort.

Das Saar-Wirtschaftsministerium hat alle vier Geschäftsführer des US-Unternehmens Whitesell angeschrieben, um im Ringen um einen Erhalt des zu Whitesell gehörenden Schraubenwerkes in Beckingen voranzukommen. Dies teilte der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Krutten aus Oppen im Anschluss an die Sitzung des Wirtschaftsausschusses im Landtag mit. Der Ausschuss ließ sich von der Landesregierung über die aktuelle Situation beim von der Schließung bedrohten Beckinger Schraubenwerk informieren. Nach dem Wegfall mehrerer Großkunden befürchten Betriebsrat und Gewerkschaft das Aus für das Schraubenwerk, das die US-Firma erst vor etwa einem Jahr aus der Insolvenz heraus übernommen hatte. "Besonders problematisch ist offensichtlich, dass es bei Whitesell keine Beschäftigungsgarantie gibt und die Menschen vor Ort daher um ihre Jobs fürchten müssen", teilt Krutten zum Verlauf der Ausschusssitzung mit. Doch eines sei auch klar geworden: "Ohne oder gegen den derzeitigen Eigentümer wird es keine Lösung zur Fortführung des Beckinger Werkes geben - ganz unabhängig von seiner konkreten künftigen Rolle." Deshalb sei es nun dringend geboten, dass Firmenchef Neil Whitesell diesem Gesprächsangebot auch Folge leistet. Krutten: "Diese Krise darf nicht zu Lasten der rund 340 Mitarbeiter ausgehen und sie um ihre beruflichen Existenzen bringen." Dies gelte auch für die Whitesell-Belegschaften in den anderen Standorten.