Interview mit Thomas Bernardy zu der Musikshow Soulful Celebration

Kostenpflichtiger Inhalt: Interview : „Wir sind ganz dicht dran am Publikum“

Die SZ sprach mit dem Dillinger Regionalkantor und künstlerischen Leiter der Show „Soulful Celebration“, die am 13. März in Oppen zu sehen ist.

Was erwartet die Besucher bei „Soulful Celebration“?

THOMAS BERNARDY „Soulful Celebration“ ist ein Bühnenprogramm mit einem großen Chor, klassischen Musikern, einer Band und einem begnadeten Sänger namens Kirk Smith, die zusammen in einem opulenten Ensemble ihre Zuhörer immer wieder auf mitreißende Art begeistern und mit ihrem Groove und ihrer Ausstrahlung immer wieder ganz schnell den berühmten Funken überspringen lassen.

Solist Kirk Smith bei seinem Auftritt im Zeltpalast. Foto: Stefan Maurer

Wie ist die Produktion denn zustande gekommen? Was waren die Ursprünge von „Soulful Celebration“?

BERNARDY Im Jahr 2015 hatte ich Kirk Smith bei „The Voice of Germany“ gesehen und war tief beeindruckt von seiner Performance. Daraufhin lud ich ihn als Star-Gast zur „Dillinger Classics Night“ ein, wo er sich binnen weniger Sekunden musikalisch und menschlich direkt in die Herzen der Besucher sang. Das war der Beginn einer wunderbaren musikalischen Freundschaft und ein neues gemeinsames Projekt war sehr schnell gefunden und geboren.

Soul und Gospel, bei diesen Begriffen denkt so manch einer womöglich an ein Programm, das eher in die Weihnachtszeit passt. In Oppen wird die Show nun im März zu sehen sein. Was macht „Soulful Celebration“ zu einem Programm für jede Jahreszeit?

BERNARDY Soul und Gospel ist ein Oberbegriff für unser breit gefächertes Programm aus Soul, Gospel und Ethno. Musik aus Amerika im „modern Gospel-Stil“, der sehr poppig und zeitgemäß daher kommt, steht ebenso auf dem Programm wie Ethno-Musik zum Beispiel von „Adiemus“ oder Soulsound wie beispielsweise im Klassiker „Ain’t nobody“ von Shaka Khan. Natürlich haben wir auch ein eigenes Weihnachtsprogramm, wie zuletzt im Saardom kurz vor Weihnachten im Gewand von „Christmas Celebration“. Aber alles zu seiner Zeit.

Blicken wir auf die Zielgruppe: Wenn will/soll die Produktion erreichen? Anders gefragt: Was macht „Soulful Celebration“ zu einem Programm für alle Generationen?

BERNARDY Unser bisheriges Publikum ist altersmäßig sehr breit gefächert. Unser Repertoire spricht offenkundig sowohl junge Menschen wie auch das „Mittelalter“ an. Auch „ältere“ Semester lassen sich mit unserem Programm emotional bestens erreichen.

Wie lange hat es gedauert, bis die Show so stand, wie sie am 13. März auf der Bühne zu sehen sein wird? Immerhin müssen ja rund 80 Mitwirkende, darunter Mitglieder verschiedener Chöre und Profi-Musiker unter einen Hut gebracht werden – wie viel Zeit wurde für die Konzeption und das Einproben des Programms benötigt?

BERNARDY Das ging erstaunlich schnell. Die größte Zeit nahmen die Arrangements in Anspruch, die ich selbst für Chor, Band und klassische Musiker schrieb. Als alles einstudiert war, fand das Ensemble klanglich und „dramaturgisch“ sehr schnell zusammen. Wir sind inzwischen über drei Jahre mit diesem großen Ensemble unterwegs.

Welche Rolle spielt Kirk Smith, der als Solist in der Show auftreten wird? Inwieweit war er auch in die musikalische Konzeption des Programms eingebunden?

BERNARDY Kirk ist sozusagen unser Hauptact in diesem Programm. Mit seinem Charisma und seiner unglaublich berührenden Stimme ist er die große Klammer, die dieses Programm zusammenhält. Seine Energie auf der Bühne dringt bis in den letzten Winkel der Zuschauer, und alle lassen sich immer wieder gerne von ihm mitreißen. Die musikalische und programmatische Konzeption liegt allerdings alleine in meiner Hand.

Die Produktion vereint Musik-Profis und engagierte Hobby-Sänger – wie klappt das Zusammenspiel in den Proben und auf der Bühne?

BERNARDY Das macht für mich den großen Reiz dieser Produktion aus: Profis und Laien zu einem großen Ganzen verschmelzen zu lassen. Ich finde, das gelingt uns ziemlich gut, beide Gruppen profitieren voneinander und stecken sich wechselseitig immer wieder durch Professionalität und Enthusiasmus an.

Was ist es, was aus Ihrer Sicht diese Produktion zu etwas Besonderem macht?

BERNARDY Für mich ist immer wieder erstaunlich, wie sowohl Publikum als auch Akteure aus dieser Show hinausgehen: Energiegeladen und mit einem breiten Lächeln. Ich denke, wir sind mit unserer Musik ganz dicht dran am Publikum, alleine schon, weil wir die Leute immer wieder einbeziehen und zum Mitsingen einladen. Alles fügt sich zu einem großen gemeinsamen Ganzen.

Der Auftritt in Oppen am 13. März geht in einem Zelt über die Bühne – ist es das erste Mal, dass die Show in einem Zelt zu sehen sein wird?

BERNARDY Nein, wir waren auch schon im Zeltpalast in Merzig. Das war ein großes Erlebnis, da die Zuschauerinnen und Zuschauer sehr dicht am Geschehen waren.

Ich bin sehr gespannt auf die Location in Oppen, weiß aber aus unserer bisherigen Erfahrung, dass der Raum immer nur eine untergeordnete Rolle gespielt hat. Ich freue mich jedenfalls sehr auf den Abend in Oppen!

„Soulful Celebration“ ist am Freitag, 13. März, ab 20 Uhr im Kulturzelt in Oppen (Dorfplatz, Oppener Straße) zu sehen. Karten kosten 32 Euro, sie sind im Vorverkauf erhältlich bei Ticket-Regional (www.ticket-regional.de) sowie bei Schreibwaren Polfer in Reimsbach.

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