Im Angebot: Hargarter Pfannenkoteletts

Im Angebot: Hargarter Pfannenkoteletts

Der Heimat- und Kulturverein Hargarten hält neben vielen anderen Bräuchen auch die Tradition des "Kotelett-Bratens", wie früher üblich an Buß- und Bettag (Kalter Mittwoch), der vor einigen Jahren als gesetzlicher Feiertag abgeschafft wurde, weiter aufrecht. Es findet am Samstag, 22. November, ab 11 Uhr statt, wozu die Bevölkerung aus nah und fern in und an die Flachsstube bei der Weidentalhalle eingeladen ist. "Hargarter Pfannen-Koteletts" mit Bratkartoffeln werden dort zum "Billig-Preis" angeboten. Wo liegt der Ursprung des Kotelett-Essens?

Es hat in der Hochwaldregion eine lange Tradition. Sie geht wohl auf die Holzkohleherstellung für die Mettlacher Keramikindustrie zurück. Damals bewachten Köhler wochenlang die in den Wäldern angelegten Meiler und garten sich in der Glut auch ihr Essen. Auf dem "Hahn", dem bewaldeten Bergrücken zwischen Hargarten , Rissenthal und Reimsbach befanden sich ebenfalls Meiler, deren Holzkohleproduktion seinerzeit für die Dillinger Hütte bestimmt war. Heute kann man noch verschiedene Standorte der Meiler im Hahn erkennen.

Der Name "Kalter Mittwoch" wiederum erinnerte an einen äußerst strengen Winter 1709, in dem viele Waldtiere erfroren und die Saar komplett zugefroren war. Ihm folgte zudem eine Dürreperiode, während der viele Menschen verhungerten. Die Kirche führte daraufhin an "Kalten Mittwoch" eine Bannprozession durch, um für das Vermeiden solcher Naturkatastrophen zu beten.