Heimat- und Kulturverein Hargarten ludt zum Neujahrsempfang

Neujahrsempfang : Fehlersuche beim Neujahrsempfang

Der Heimat- und Kulturverein Hargarten bot zum Jahresstart wieder ein unterhaltsames Programm.

 Zwischenzeitlich ist es in Hargarten schon Tradition geworden, dass der Heimat- und Kulturverein Hargarten (HKV) die Bevölkerung zu einem Neujahrsempfang der besonderen Art einlädt. So kamen wieder zahlreiche Besucher in die Flachsstube, um sich unterhalten zu lassen, zu plaudern und Neuigkeiten auszutauschen. Der Verein lud die Gäste direkt beim Eintreffen zu einem Sektempfang ein, um auf das neue Jahr anzustoßen. Dann ließen sich die Gäste beim anschließenden Sonntagskaffee den selbst gebackten Kuchen schmecken.

Bevor das Unterhaltungsprogramm startete, begrüßte der erste Vorsitzende Helmut Lubitz die Besucher und betonte: „Das neue Jahr hat begonnen und ich wünsche Euch alles Gute. Der zweite Vorsitzende Herbert Dewes hat das Programm zusammengestellt. Lassen Sie sich heute von uns unterhalten.“ Für die musikalische Umrahmung sorgte dann Janik Meier vom Drehorgelmuseum Weiskirchen, der mit altbekannten Liedern die Gäste zum Mitsingen animierte, wovon diese gerne Gebrauch machten. Mitglied Ralf Schorn versuchte sich ebenfalls erfolgreich als Drehorgelmann.

In der angrenzenden Weidentalhalle hatte der Verein Tische aufgestellt, an dem sich jeder Bücher aller Fachrichtungen kostenlos mitnehmen konnte, während in der Flachsstube eine Fotowand mit alten Hargarter Bildern zur Betrachtung, besonders aber zur Fehlersuche, einlud. Dies war gar nicht so leicht, wie sich herausstellte, denn die Fehler konnten nur bei sehr genauem Hinschauen erkannt werden. So bildeten sich hier zeitweiserichtige „Besucher-Trauben“, die gemeinsam überprüfen wollten, was richtig oder falsch war.

Später informierte der zweite Vorsitzende Dewes in seinem Bericht über den Stand zur Kapellen-Renovierung (Außenfassade), die im Frühjahr endlich zum Abschluss gebracht werden soll. Im Mai soll dann der Abschluss anlässlich der historischen Maiandacht gefeiert werden. Der erste Vorsitzende Lubitz bedankte sich bei den Helfern Robert Kuhn aus Reimsbach, Hilmar Britz aus Rissenthal und Werner Dietrich aus Hargarten mit einem Hargarter Dorfschinken für die bisherige Mithilfe bei den Außenrenovierungsarbeiten. Bei den restlichen Arbeiten im Frühjahr werden die drei Fachmänner wieder zur Stelle sein.

Dewes wies auch auf einen Geschichts-Spaziergang im Sommer hin. Er erklärte, dass nun anhand einer alten Flurkarte der Standort des „Berensen Kalkofens“ (vor 1830) gefunden wurde. Des Weiteren will der HKV zum Gewann „Bachemer Weg“ spazieren, wo 1885 zwei Steinsärge aus der Römerzeit ausgegraben wurden.

Auf einer Karte über vorgeschichtliche und geschichtliche Funde im Kreis Wadern sind für Hargarten diese Grabstellen eingezeichnet. Auch das Flurstück „Im Bender“ wird dann aufgesucht. Die Chronik erzählt, dass hier ein schwedischer General namens Bender, der bei den Kämpfen im Dreißigjährigen Krieg um 1632/33 am Nordhang zu Hargarten gefallen sei, im Bereich dieses Flurstücks begraben sein soll. Hierzu sind nach den Worten von Dewes jedoch noch einige Recherchen erforderlich.

Den Abschluss des Programmes bildete wie immer das Dorf-Quiz. Hier durfte jeder sein Wissen zu Fragen querbeet durch Hargarten testen und unter Beweis stellen. Werner Dietrich kannte sich wohl am besten aus, gefolgt von den punktgleichen Norbert Gehl, Franz-Josef Meiers und Gerhard Wilbois. Die Auflösung machte allen Teilnehmern, auch als Team, wieder viel Spaß. Wie auch die Besucher beteuerten freuen sie sich schon auf den nächsten Neujahrsempfang.

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