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Haustadter Gartenbauer informieren über Grünspargel-Anbau

Info für Gartenbauer : Auch im eigenen Garten kann grüner Spargel wachsen

Infos über das Gemüse liefert die Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Haustadt.

Das geplante Gartengespräch zum Grünspargel im Mai beim OGV Haustadt muss Corona-bedingt leider ausfallen. Das teilt die Vorsitzende des Ortsvereins, Rosemarie Günther-Arand, mit. Stattdessen wolle der Verein die wichtigen Informationen zu dem kostbaren Gemüse auf anderem Wege liefern.

„Ebenerdig wachsen an 25 Wurzelstöcke die Sprossen der Sonne entgegen und wir ernten alle zwei Tage rund ein Kilogramm“, erzählt Günther-Arand. Grüner Spargel sei im Vergleich zum Bleichspargel gehaltvoller und der Anbau lohne sich unbedingt im eigenen Garten. „Es ist eine unkomplizierte Kultur und ökologischer zu ziehen als Bleichspargel“, verrät die OGV-Vorsitzende. Spargel werde ab Mitte April gesetzt. Er benötige viel Platz und ein sonniges Plätzchen. Bis zur ersten Ernte könnten drei Jahre vergehen.

„Vor dem Setzen das Beet gut lockern und reichlich mit Kompost versorgen – fünf Liter pro laufendem Meter“, rät Günther-Arand. Grünspargel werde häufig von Spargelhähnchen – einem für das Gemüse schädlichen Käfer – befallen, die man aber gut absammeln könne. „Der Volksmund sagt: ‚Bis Johanni (24. Juni) nicht vergessen, sieben Wochen Spargel essen’ und das hat seine triftigen Gründe: Grünspargel enthält wenig Kalorien, wenig Fett, 93 Prozent Wasser, ist reich an Kalium (daher harntreibend), Beta Carotin und Vitamin C, Vitamine der B-Gruppe, insbesondere Folsäure, was die Zellerneuerung und Blutbildung fördert.“

Er enthalte außerdem Asparagin, eine schwefelhaltige Verbindung, was dem Spargel sein unverwechselbares Aroma gibt. Die Schwefel-Verbindung werde im Körper verstoffwechselt und deren Abbauprodukte im Urin ausgeschieden. „Deshalb spürt man einen beißenden, besonderen Geruch beim Toilettengang“, erläutert Günther-Arand. Spargel lasse sich gut drei Tage im Kühlschrank lagern, am besten in einem feuchten Geschirrtuch eingewickelt.

Dieses Jahr werden bei Familie Arand zehn Violette Spargelstöcke der Sorte Burgundine dazukommen. „Er wächst wie grüner, wird beim Kochen grün und wird geschält; er ist minimal kräftiger und würziger im Geschmack“, so die Vorsitzende. Violetter Spargel enthalte Anthozyane. Diese bioaktive Substanz soll eine zellschützende und entzündungshemmende Wirkung haben.

Info bei der Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins Haustadt, Rosemarie Günther-Arand, Tel. (0 68 35) 61 76.