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Gleich doppeltes Premierenfieber in Hargarten

Auch in diesem Jahr sind die Laienspielerinnen der Frauengemeinschaft Erbringen-Hargarten wieder für ihren traditionellen Theaternachmittag hoch motiviert. Foto: FG
Auch in diesem Jahr sind die Laienspielerinnen der Frauengemeinschaft Erbringen-Hargarten wieder für ihren traditionellen Theaternachmittag hoch motiviert. Foto: FG FOTO: FG
Hargarten. Am Sonntag steht der traditionelle Theaternachmittag der Frauengemeinschaft Erbringen-Hargarten an. Es gibt Kaffee und Kuchen; dazu wird auf der Bühne beste Unterhaltung geboten: die Stücke „Märchen können grausam sein“ und „Bankraub mit Rollator“. Norbert Becker

Mit zwei lustigen Kriminalkomödien werden die Laienspielerinnen der Frauengemeinschaft Erbringen-Hargarten wieder bei ihrem traditionellen Theaternachmittag am Sonntag, 23. Oktober, 15 Uhr, in der Weidentalhalle das Publikum aus nah und fern begeistern sowie in der Pause unter anderem mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen verwöhnen.

Der Erlös fließt wie seit vielen Jahren einem guten Zweck zu, der noch festgelegt wird. Seit Mai wird bei ausgezeichneter Stimmung fleißig geprobt. "Alle Mitwirkenden (siehe Info) sind mit Herz und Seele oder Hand bei der Sache, ob in lockerer Atmosphäre Texte und Szenen einstudiert werden, Requisiten beigeschafft werden oder das Bühnenbild gestaltet wird", zeigt sich die Vorsitzende Andrea Kammer hoch erfreut und erzählt von besonderen Begebenheiten.

Denn als Spielleiterin Mathilde Hellbrück jr. sich mit dem zum Spiel notwendigen Rollator von zuhause auf in die Halle machte, dachten schon einige Hargarter: "Wat es dann met em Mathilde loss, fählt däm eppes".

Requisite schleppen gehört dazu

Eine weitere Requisite, die schwere Couch, die unter anderem alljährlich an der Fastnacht dem Prinzenpaar auf seinem Festwagen dient, aus dem Untergeschoss nach oben in die Halle zu schaffen, erforderte von den Frauen einiges an Kraft. Für den Aufbau der Bühne und die Technik stehen ihnen auch diesmal die Männer und Söhne hilfreich zur Seite. Die beiden amüsanten Kriminalstücke werden sicherlich bei den Freunden des Laienspiels wiederum gut ankommen.

Die erste Aufführung heißt "Märchen können grausam sein". In dem mörderischen Einakter von Horst Helfrich kommt Ehemann Karsten dahinter, dass seine Frau Dorit einen Geliebten hat. Mit seinem Freund David plant er, diesen Liebhaber Fred im nahen Hotel Bambi , wo dieser wohnt, mit vergiftetem Gin umzubringen. Und es funktioniert. Fred ist tot und der überglückliche Karsten weidet sich schon an dem Augenblick, an dem seine Frau dies erfährt. Aber wie? In der Zeitung wird stehen "Mord im Bambi ". Dann läutet plötzlich das Telefon. Dorit hebt ab. Wer ist am anderen Ende? Die verblüffende Auflösung des kleinen Krimis wird die Zuschauer überraschen. Auch im zweiten Teil des Nachmittags geht mit "Bankraub mit Rollator" eine Kriminalkomödie aus der Feder von Viola Schößler über die Bühne. Dabei können drei ältere Damen von ihren kleinen Renten kaum den Lebensunterhalt bestreiten.

Bankraub soll Geldproblem lösen

Als bei Helga wieder einmal der Gerichtsvollzieher seine Aufwartung macht, hat diese endgültig die Nase voll und animiert ihre zwei Freundinnen, bei dem von ihr geplanten Banküberfall mitzumachen. Nach vielem Hin und Her gehen sie mit schlechtem Gewissen darauf ein und werden zu einem Bankraub-Dreamteam. Aber ausgerechnet ein Ganove kommt ihnen auf die Schliche und will ihnen die Beute abluchsen. Doch da hat er sich verrechnet. Marlene ist davon überzeugt, ihn umgebracht zu haben und den drei Frauen bleibt nichts anderes übrig, zumal die Polizei schon vor der Tür stand, Tom, den Sohn von Gerda, um Hilfe zu bitten. Mal sehen, wie die Sache ausgeht.

Zum Thema:

Auf einen Blick Akteurinnen: Andrea Kammer, Mathilde Hellbrück jr., Caroline Böhm, Eva Ewen, Pia Gratz, Ivanka Schomers, Ulrike Schneider, Mona Wagner, Nicole Wagner, Andrea Summa. Souffleusen: Gabi Müller und Anni Becker. Maske: Anja Mosbach, Carmen Schröder. Ton: Gerd Grasmück. nb

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