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Gemeinde Beckingen erschließt neue Baugrundstücke im Hauptort Beckingen

Neue Grundstücke : Wohngebiet Im Morlen in Beckingen wird erschlossen

Bauplätze sind in vielen Gemeinden sehr gefragt, so auch in Beckingen. Mit der Erschließung des Baugebietes Im Morlen im Bereich zwischen Waldstraße und Marienstraße im Hauptort Beckingen kommt die Kommune nun seit längerer Zeit wieder den Wünschen von Bauinteressenten nach.

Ein weiteres Gebiet soll in Düppenweiler folgen.

Im Erschließungsgebiet Im Morlen mit 16 gemeindeeigenen und drei privaten Bauplätzen wurden bereits die ersten Erdarbeiten zwecks der Trassenführung der noch nicht mit einem Namen bezeichneten künftigen Straße und der Erkennbarkeit der entstehenden Baugrundstücke durch die Firma Schwinn aus Honzrath ausgeführt, sodass die Umrisse des zur Bebauung vorgesehenen Gebietes im Groben zu erkennen sind. Dies nahmen bei einem Ortstermin Bürgermeister Thomas Collmann, Ortsvorsteher Dieter Hofmann, Gemeindebauingenieur Martin Speicher und der zuständige Bauamtssachbearbeiter Klaus-Peter Schwinn erfreut und beeindruckt zur Kenntnis. Sie konnten sich vom Ausmaß der bereits durchgeführten Erdbewegungen überzeugen und hoffnungsvoll nach vorne blicken. „Ich freue mich, dass es gelungen ist, etwas für junge Familien zu tun. Bezahlbare Bauplätze in der Gemeinde zu finden, ist für jüngere Familien mit Kindern nicht einfach. Diese Baulanderschließung soll unser Prädikat als familienfreundliche Kommune unterstreichen“, betonte der Verwaltungschef.

Dem schloss sich Ortsvorsteher Hoffmann an. „Es gibt schon etliche Nachfragen nach den Plätzen, aber noch ist es nicht soweit“, unterstrich er. Mit der Fertigstellung der Erschließungsanlagen (Strom, Wasser, Abwasser und grober Straßenbelag) rechnen sie bis Ende des Jahres 2021. Die Vergabe der von Fremdfirmen auszuführenden Arbeiten muss durch den zuständigen Ausschuss und den Gemeinderat beschlossen werden. Dieser hat bereits im Vorfeld in seiner letzten Sitzung am 16. Dezember einen Beschluss über neue Richtlinien für die Vergabe gemeindlicher Wohnbaustellen gefasst, aus denen jedoch kein Rechtsanspruch begründet wird.

Die Baustellenpreise werden demnach durch den Gemeinderat festgelegt. Die Vergabe der Baustellen erfolgt durch die jeweiligen Ortsräte, wobei die neuen Richtlinien für sie bindend sind. Bewerbungen – nur von natürlichen Personen – sind mittels eines vollständig ausgefüllten Bogens an die Gemeinde zu richten. Bei Paaren, bei denen der jeweilige Partner grundsätzlich Mitbewerber des Baugrundstücks sein muss, wird die nach einem System erreichte Einzelpunktzahl (siehe Info) berücksichtigt. Wenn es mehrere Bewerber gibt, erfolgt die Vergabe nach der Rangplatzierung aufgrund der erreichten Punktzahl. Bei Punktegleichheit entscheidet der Ortsrat – sowohl über die Rangplatzierung als auch über die Vergabe. Pro Bewerber wird maximal eine Baustelle vergeben. Das Baugrundstück ist innerhalb von drei Jahren nach Abschluss des Kaufvertrages bezugsfertig zu bebauen, sofern kein begründeter Ausnahmefall vorliegt. Bewerber sind auch auf die Dauer von zehn Jahren zur Eigennutzung verpflichtet, wobei im Falle von deren Aufgabe Vertragsstrafen fällig werden können.

Stolz berichtete Collmann über weitere bauliche Maßnahmen in der Nähe des neuen Baugebietes in der Marienstraße. „Dort wurde bereits die Bushaltestelle behindertengerecht erneuert und auch der daneben befindliche Spielplatz wird neu gestaltet“, sagte er.