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Haustadt
Regenüberlauf ist auch Gewässerschutz

Die Baugrube für das neue Überlaufbecken mit den Maßee 25x15x6 Meter hat das Wasser-Fassungsvermögen von 2500 Badewannen.
Die Baugrube für das neue Überlaufbecken mit den Maßee 25x15x6 Meter hat das Wasser-Fassungsvermögen von 2500 Badewannen. FOTO: Roman Niederkorn
Haustadt. Der Entsorgungsverband Saar investiert im Haustadter Tal 30 Millionen Euro für die Regenwasserentsorgung. Von Roman Niederkorn

Rund 30 Millionen Euro will der Entsorgungsverband Saar (EVS) in die Regenwasserentsorgung im Haustadter Tal investieren. Dies gab EVS-Geschäftsführer Georg Jungmann anlässlich einer Projektvorstellung seines Verbandes zur Optimierung der Niederschlagswasserbehandlung durch den  Bau eines Regenüberlaufbeckens und der Sanierung des Hauptsammlers im Beckinger Ortsteil Haustadt bekannt. Hierzu hatte der EVS interessierte Bürger an die Baustelle eingeladen. Jungmann konnte auch die Beckinger Landtagsabgeordnete Dagmar Ensch-Engel, den Gemeindebeigeordneten Hermann Josef Lang, den stellvertretenden Ortsvorsteher Klaus Peter Scheuren sowie Gemeinde– und Ortsratsmitglieder willkommen heißen.


In Kürze beginnt der EVS mit dem ersten Bauabschnitt für die Sanierung des Hauptsammlers, der zur Abwasseranlage Rehlingen-Siersburg gehört. Dieser aus den 1970er Jahren stammende Hauptsammler verläuft, von Rissenthal und Oppen kommend, durch die Ortslage Haustadt in Richtung der Rehlinger Kläranlage. Für den gesamten Hauptsammler werden zurzeit weitere Sanierungsplanungen durchgeführt. Der Abschnitt in Haustadt mit einem Investitionsvolumen von 1,8 Millionen Euro verläuft parallel zur Haustadter Tal Straße und reicht von der Lindenstraße bis in Höhe des Anwesens Nummer 205.

„Der überwiegende Teil der Sanierung erfolgt durch ein unterirdisches Vortriebsverfahren. Dieses bringt für die Anwohner deutlich geringere Beeinträchtigungen mit sich, als es bei der klassischen Bauweise der Fall wäre, da der Boden nicht aufgebrochen und keine Erdmassen hin und her bewegt werden müssen. Insgesamt kann jedoch nicht gänzlich auf Erdarbeiten verzichtet werden“, erklärte Jungmann. Für die hier anfallenden Lärm- und Verkehrsbeeinträchtigungen bat der Geschäftsführer die Bürger um Verständnis.



Die erforderlichen Rodungsarbeiten wurden zum Teil bereits im vergangenen Winter ausgeführt, wobei noch weitere im nördlich Abschnitt geplant sind.

Bereits seit Ende Oktober 2017 laufen am Ortseingang von Haustadt die Bauarbeiten an einem neuen Regenüberlaufbecken. Das Becken, in das der EVS rund zwei Millionen Euro investiert, hat ein Speichervolumen von 350 Kubikmetern und befindet sich in unmittelbarer Nähe des Mühlenbaches. „Das Gewässer profitiert sehr von der Maßnahme, da hier künftig auch bei Starkregen nur noch extrem verdünnte und damit unschädliche Abwässer abgeschlagen werden“, erläuterte Jungmann, „Allerdings könne das Becken bei einer extremen Niederschlagsmenge nicht die Funktion eines Hochwasserschutzes erfüllen“, betonte er weiter. „Die Baumaßnahme dient der Bevölkerung und bringt die Gemeinde bei der langfristig angelegten Entwässerung ein Stück weiter“, hob der Gemeindebeigeordnete Lang hervor, wofür er dem EVS seinen Dank aussprach. Dabei erwähnte Lang auch, dass die Gemeinde durch die Umlagenfinanzierung an den Kosten mit beteiligt ist. EVS-Projektleiter Thomas Meyer und seine Mitarbeiterin Beate Junk erklärten anhand von Schautafeln die technischen Details und die Zeitabläufe der Maßnahme.

Georg 
Jungmann
Georg Jungmann FOTO: BeckerBredel / bub/fb