Endlich ist der Heimfluch besiegt

Besser kann ein Trainer nicht einwechseln: In der 55. Minute brachte Reimsbachs Trainer Uli Braun Stürmer Tayfun Külekci. Und der war anschließend an allen Toren des Saarlandligisten gegen die SG Saubach beteiligt.

Am letzten Spieltag vor der Winterpause ist Fußball-Saarlandligist SV Mettlach bei den abstiegsgefährdeten Sportfreunden Köllerbach nur zu einem 2:2 (1:1) gekommen. Dabei war das Team von Trainer Christoph Gläsner am Samstag zunächst in Führung gegangen - nach einem schön herausgespielten Angriff in der 21. Minute. Andreas Becker überlief seinen Gegenspieler und setzte Martin Will glänzend in Szene, der den Ball aus fünf Metern nur noch ins Tor drücken musste.

Doch Köllerbach, das krankheitsbedingt auf Spielertrainer Davit Bakhtadze verzichten musste, schlug postwendend zurück. Nach einem ebenso gelungenen Angriff über die linke Seite brachte Mettlachs Abwehrmann Benjamin Kremer gerade noch seine Fußspitze dazwischen, passte dabei aber in die Arme seines Torhüters Frank Schmidt zurück. Es gab indirekten Freistoß für die Hausherren aus zehn Metern Tor-Entfernung. Bekir Gürevin ließ sich nicht zweimal bitten und drosch das Leder in der 26. Minute ins Netz. "Das war ein unnötiges Gegentor, das können wir in der Spielsituation auch anders lösen in der Defensive", bewertete Angreifer Andreas Becker das Gegentor.

Mit dem Remis gingen beide Mannschaften in die Kabinen. Bei kühlen Temperaturen lief der Köllerbacher Motor zu Beginn des zweiten Abschnitts dann schneller warm.

Bereits eine Minute nach Wiederanpfiff zog der laufstarke Georgios Anastasopoulos von der Strafraumgrenze ab und drehte das Spiel mit dem 2:1 für den Tabellen-16. 20 Minuten später kam der SV Mettlach zurück. Die Sportfreunde schliefen nach einem schnell ausgeführten Freistoß an der Mittellinie. Alexander Schmitt nahm Joscha Kautenburger auf dem rechten Flügel mit. Der flankte in die Mitte, und erneut war es Martin Will, der aus kurzer Distanz zum 2:2 ausglich.

In der Schlussphase war Mettlach dem Sieg dann ein Stück näher war. Dennoch blieb es beim Remis. "Wir hatten uns natürlich viel mehr vorgenommen für die Hinrunde, jetzt müssen wir das Beste aus der Rückrunde herausholen, um unsere Ziele noch zu erreichen", erklärte Mettlachs Becker, dessen Mannschaft auf Platz elf überwintert.