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Mig-Jubiläum
Eine kulturelle Säule des Dorflebens

Ideengeber und Vereinsgründer Gerd-Günther Heck.
Ideengeber und Vereinsgründer Gerd-Günther Heck. FOTO: Norbert Becker
HAUSTADT. Seit 40 Jahren vereint die MIG 78 Haustadt die Musikbegeisterten in dem Ortsteil. In dem Talort ist der Verein ein wichtiger Kulturträger.

Mit berechtigtem Stolz feiert die Musikinteressengemeinschaft MIG 78 Haustadt in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen. Vielfältig wie ihre weithin bekannten Aktivitäten, läuft auch ihr Jubiläumsjahr, das bereits mit den erfolgreichen Theateraufführungen ihres Klassikers „Der wahre Jakob“ startete,  in mehreren Etappen ab.


Die MIG zählt mit mittlerweile über 300 Mitgliedern zu den größten Vereinen in der Gemeinde Beckingen. Die Idee, einen Verein zu gründen, der sich vorwiegend mit Musik beschäftigt, um diese jungen und jung gebliebenen Menschen in jeglicher Form näher zu  bringen, wurde am 19. August 1978 von Gerd-Günther Heck geboren. Dann wurden die Vorbereitungen zur Gründung zum größten Teil von Mitgliedern der Band „Orion“ getroffen. Es fanden sich sehr schnell interessierte Jugendliche in Haustadt. Um Differenzen mit der Gewerkschaft zu vermeiden, wurde statt dem eigentlich vorgesehenen Vereinsnamen IGM „Interessen-Gemeinschaft Musik“ dieser auf Vorschlag von Friedel Gräff dann in MIG „Musik-Interessen-Gemeinschaft“ umgeändert.

Die Gründungsversammlung fand dann unter Versammlungsleitung des damaligen Ortsvorstehers, Rektor Peter Behr im Saal Urhahn-Adam statt. In den Vorstand wurden Gerd-Günther Heck (Vorsitzender), Hermann Steffensky + (stellv. Vorsitzender), Annhild Querbach (erste Schriftführerin), Elisabeth Rupp (zweite Schriftführerin), Gerd Grasmück (erster Kassierer),  Georg Altmeier (zweiter  Kassierer), Iris Kettern (Organisationsleiterin), Werner Urhahn + (erster Vereinsausschuss) und Dieter Adam + (zweiter Vereinsausschuss)  gewählt sowie als Kassenprüfer Manfred Huckert und Bruno Collmann. Nachdem der Vorstand und die Ausschüsse komplett waren, konnte die Vereinsarbeit beginnen.

Anfangs zeigte die MIG bedeutende Filme und unternahm später auch Fahrten zu Konzerten jeglicher Art. Dem Publikum aus Haustadt und Umgebung bekannt wurde der immer noch sehr agile Verein in erster Linie aber durch seine Bunten Abende, die alljährlich im November veranstaltet werden und zuletzt auch an drei Abenden restlos ausverkauft waren. Weitere Höhepunkte sind die Theaterabende, die seit 1985 einen festen Bestandteil im Jahresprogramm bilden. Ebenso ist das MIG-Straßenfest mit Live-Musik an zwei Tagen nicht mehr aus dem Haustadter Veranstaltungskalender wegzudenken. Darüber hinaus sind verschiedene Gruppen der MIG ganzjährig aktiv und auch die Geselligkeit kommt im Leben des Vereins nicht zu kurz. So findet seit 1979 alljährlich ein Zeltlager mit viel Gaudi statt.

Eine weitere Aufwertung erfuhr die MIG zudem im Jahre 2001 mit der Gründung eines gemischten Chores, der durch sein modernes Repertoire auch überörtlich eine Besonderheit darstellt und bei vielen Auftritten sein Können unter Beweis gestellt hat.1983 feierte die MIG ihr 25jähriges Jubiläum. Dieses Fest war sowohl für den Verein als auch für die Besucher ein echtes Highlight, das bis heute nachhallt.



Aber es gab auch traurige Ereignisse. So traf der Tod seines langjährigen, erst 51 Jahre alten  Dirigenten Lothar Schmidt im Jahre 2013 den MIG-Chor hart. Derzeit gehören ihm rund 50 Sängerinnen und Sänger an. Er steht unter der Stabführung von Stefan Dolibois. Zum diesjährigen 40. Jubiläumsjahr wird die  MIG unter Vorsitz von Isabell Elpel (siehe Interview), neben den bereits eingangs erwähnten gelungenen Theaterdarbietungen, noch mit verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen (siehe Info) aufwarten, um so mit der Bevölkerung den freudigen Anlass gebührend zu feiern.

Das sieht auch Ortsvorsteher Jürgen Kredteck so, denn die Wenigsten hätten bei der MIG-Gründung im Jahre  1978 gedacht, dass der von Jugendlichen ins Leben gerufene Verein eine solange Zeit Bestand haben wird. „Aus dieser Gemeinschaft  hat sich recht schnell eine der drei kulturellen Säulen des Dorflebens entwickelt, die fest im Ort verankert ist. Die MIG selbst hat sich im Laufe der Zeit auch wiederum in drei Sparten entwickelt, nämlich die Theatergruppe, das Bunter-Abend-Team und der MIG-Chor. Alle drei Sparten bereichern und fördern die Aktivitäten im Dorfleben und sind durch ihre Auftritte, besonders die des Chores zu einem Aushängeschild von Haustadt und der Gemeinde Beckingen geworden. Ich gratuliere der MIG 78 ganz herzlich zum 40jährigen Gründungsjubiläum und hoffe auf noch viele Jahre Freude am Vereinsgeschehen“, sagt er.

Die Bedeutung der MIG im Kulturleben der Gemeinde hebt auch Bürgermeister Thomas Collmann  hervor. Er weist darauf hin, dass die MIG zu den größten Vereinen in der Gemeinde zählt der seiner Grundidee bis heute treu geblieben ist. „Die MIG ist sehr rege. Die Aktivitäten und Veranstaltungen sind sehr vielfältig. Ich kann die Mitglieder nur ermuntern, so weiterzumachen. Die Gemeinde wird die MIG unterstützen, wo sie nur kann.“

Viele Kinder hatten stets bei den Zeltlagern der MIG, hier im Jahre 2004 am Pützweiher in Düppenweiler, ihre helle Freude.
Viele Kinder hatten stets bei den Zeltlagern der MIG, hier im Jahre 2004 am Pützweiher in Düppenweiler, ihre helle Freude. FOTO: Norbert Becker
Die aktuelle MIG-Vorsitzende Isabell Elpel.
Die aktuelle MIG-Vorsitzende Isabell Elpel. FOTO: Norbert Becker
Der MIG-Chor bei einem Auftritt im Jahre 2007 unter seinem damaligen Dirigenten,  dem inzwischen verstorbenen Lothar Schmidt.
Der MIG-Chor bei einem Auftritt im Jahre 2007 unter seinem damaligen Dirigenten, dem inzwischen verstorbenen Lothar Schmidt. FOTO: Norbert Becker
Die Laienspieler der MIG bei ihrem Jubiläumsauftritt „Der wahre Jakob“ im März diesen Jahres  auch diese Inszenierung war ein enormer Publikumserfolg.
Die Laienspieler der MIG bei ihrem Jubiläumsauftritt „Der wahre Jakob“ im März diesen Jahres auch diese Inszenierung war ein enormer Publikumserfolg. FOTO: Norbert Becker