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Ein Mittelspecht war bei Erich Gent zu Gast, kein Buntspecht

Ein Mittelspecht war bei Erich Gent zu Gast, kein Buntspecht

Über einen seltenen gefiederten Gast, der sich die bereitgestellten Meisenknödel schmecken ließ, freute sich zu Weihnachten SZ-Leser Erich Gent aus Mettlach, das berichteten wir in unserer gestrigen Ausgabe.

Der Gast war sogar noch ein wenig seltener, als Gent selbst dachte.

Denn der Specht, der sich da zum Weihnachtsmahl in seinem Garten niederließ, war nicht, wie von Gent vermutet, ein Buntspecht. "Auf dem Foto ist ein Mittelspecht zu sehen", darauf weist Karl-Rudi Reiter aus Beckingen, stellvertretender Landesvorsitzender des Naturschutzbundes (Nabu), hin.

Für Reiter ist der Irrtum indes nachvollziehbar: "Die beiden Arten werden oft verwechselt. Auch der Mittelspecht geht an Meisenknödel, ist aber weniger häufig verbreitet." Der Buntspechtbestand ist im Saarland nach Reiters Ausführungen etwa fünfmal höher als beim Mittelspecht.

Der Nabu-Fachmann weiß auch, wie man die beiden nahen Verwandten genau unterscheiden kann: "Der Mittelspecht ist etwas kleiner als der Buntspecht. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal beim Mittelspecht ist die rote Kopfplatte, während das Buntspechtmännchen nur im Genick ein rotes Band hat. Das Buntspechtweibchen hat keine Rotfärbung am Kopf, nur eine schwarzweiße."