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| 20:47 Uhr

Beckingen
Ehestreitigkeiten und die Radieschen von Gevatter Tod

Noch jung aber sehr talentiert: Kinderfunkenmariechen Clara Herrmann bei der Beckinger Kappensitzung.
Noch jung aber sehr talentiert: Kinderfunkenmariechen Clara Herrmann bei der Beckinger Kappensitzung. FOTO: Roman Niederkorn
Beckingen. Mit stimmungsvollen Liedern starteten die Beckinger Karnevalisten in ihre Prunksitzung. Das närrische Volk hatte seinen Spaß daran.

Mit dem umgedichteten Song der Toten Hosen, „An Tagen wie diesen“, gesungen vom Prinzenpaar Bettina I. und Jörg I., dem vom Hofsänger vorgetragenen „Grad ze laeds“-Vereinslied sowie dem vom Sitzungspräsidenten interpretierten Titel „Einmo Prinz zo sin“ wurde die erwartungsvolle Narrenschar in der Beckinger Deutschherrennarrhalla musikalisch bestens auf die Kappensitzung eingestimmt.

Das Programm der Prunksitzung des Karnevalsvereins, das auch Regentschaften aus befreundeten Vereinen verfolgten, darunter das amtierende Saarländische Prinzenpaar Marcel II. und Louisa I., ließ nichts zu wünschen übrig. Die Besucher hatten über fünf Stunden nonstop Gaudi.

Zwei talentierte Nachwuchsredner des KVB durften den Eisbrecher machen, wobei die beíden „Lausbuben“ mit zündenden Gags gleich für Furore sorgten. Ein Beckinger Urgestein in der Bütt zündete als geplagter Jubiläumsprinz die Pointen im Stakkato. „Nur noch Fromage und nie wieder Käs“ – dieses Fazit legte eine vornehme Dame aus Paris dem Beckinger Bürgermeister in den Mund, nachdem diese mit dem Ehepaar Collmann gemeinsam von einer exklusiven Kreuzfahrt kam. Mit einem verschmitzten Schmunzeln quittierte Rathauschef Thomas Collmann die Schilderungen.

Gleich zwei Ehepaare trugen auf offener Bühne zum Vergnügen des Publikums ihren Zwist aus. Mit gegenseitigen Beleidigungen wurde nicht gespart, wie etwa einem Ehemann unterstellt wurde, wenn er ein Instrument wäre, dann sei er die Stradivari unter den „Arschgeigen“.

Reklame für sein Geschäft machte der in schauriger Verkleidung erschienene Tod. Um seine „Klienten“ einzustimmen, reckte er ein Bündel Radieschen in die Höhe, damit man sieht, wie sich diese von unten ansehen. Er machte auch keinen Hehl daraus, dass er sehr gerne auf Kreuzfahrten mitschippere, da hier für ihn oft altersbedingt eine große Zielgruppe anzutreffen sei.

Viel Brimborium um einen Hochseilakt machte der Elferrat. Bei dem Auftritt wurde eine artistische Meisterleistung angedeutet, doch am Ende diente der von einer Vielzahl an Helfern stramm gezogene Strick lediglich als profane Wäscheleine.

Eine bemerkenswerte Darbietung boten die beiden Funkenmariechen bei ihren Auftritten, obwohl beide noch sehr jung an Jahren sind.

Die Kinder- und die Aktivengarde des KVB konnten sowohl bei den obligatorischen Gardetänzen als auch bei den Showeinlagen glänzen. Die Kleinen hatten sich für den Showtanz ein Medley mit Hits von Michael Jackson ausgewählt, und die Aktiven feierten eine überschäumende Party unter dem Motto „An dem Tag, an dem die Mauer fiel“. Als weitere Tanzeinlagen konnten die „Gauboys“, die ganz in Rosa gekleidet zu Westernmelodien über die Bühne „ritten“, und die zu Stimmungsliedern geschmeidig rotierenden „Wildcats“ überzeugen.

Eine Travestieshow bildete ein furioses Finale der Narrenshow, wobei die Formation um Madame Domenique in Playback-Einlagen, wie etwa als Tina Turner oder Marianne Rosenberg, die Narralesen in Ekstase versetzte.

FOTO: Roman Niederkorn
FOTO: Roman Niederkorn