Die wohl letzte Chance

Der SV Mettlach steckt derzeit mitten in den Planungen für die kommende Runde – und rüstet sich dabei auch für einen möglichen Oberliga-Aufstieg. An diesem Samstag gastiert mit der DJK Bildstock das zweitbeste Rückrunden-Team beim SV.

Der SV Mettlach wartet auf Post vom Fußball-Regionalverband Südwest. Der Club muss sich bis zum 1. Mai um ein Spielrecht in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar bewerben. Als Tabellenzweiter mit drei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter FV Diefflen haben die Blau-Weißen nämlich noch gute Aufstiegschancen .

"Bis jetzt sind die Unterlagen, die wir ausfüllen müssen, noch nicht bei uns eingegangen", berichtet Mettlachs Sportlicher Leiter Bernd Schwebach. Eine Tatsache, die ihm aber keine Schweißperlen auf die Stirn treibt. "Das ist zwar nicht in 20 Minuten auszufüllen, aber wir werden das schaffen." Durchleuchtet werden vor allem die sportlichen Rahmenbedingungen. "Man muss beispielsweise die Spielfeld-Größe angeben, wie viele Kabinen man hat, wie stark das Flutlicht ist, oder ob der Trainer über die nötige Lizenz verfügt", erzählt Schwebach. Probleme erwartet er nicht. Denn das Stadion am Schwimmbad müsste Oberliga-tauglich sein, und auch Trainer Christoph Gläsner verfügt über den nötigen Trainerschein.

Seine finanzielle Situation muss der Club bei der Bewerbung für die Oberliga übrigens nicht darlegen. Dies ist erst ab der Regionalliga erforderlich. Trotz der Aufstiegschance gibt es in Mettlach übrigens keine getrennten Kader-Planungen für die Saarland- und die Oberliga. "Die Spieler sollen uns für beide Klassen zusagen", erklärt Schwebach. Nach jetzigem Stand gibt es mit Jörn-Hendrik Bodem (vom FV Siersburg) einen Neuzugang. Abgänge stehen noch nicht fest. Dennoch sind ein paar Fragezeichen noch vorhanden, insbesondere wie es mit dem langzeitverletzten Angreifer Christopher Wendel oder Offensiv-Kraft Daniel Mohm, der seit knapp einem Jahr im Ausland weilt, weitergeht.

An diesem Samstag um 15.30 Uhr erwartet Mettlach die DJK Bildstock. Der Aufsteiger ist zwar nur Tabellen-Neunter, aber mit 20 Punkten die beste Rückrunden-Mannschaft hinter Diefflen (23). Keine leichte Aufgabe also für Mettlach. "Bildstock hat viele Spieler, die schon vor dem Aufstieg in die Saarlandliga über Erfahrung in dieser oder sogar der Oberliga verfügten", weiß Schwebach. Dabei denkt er an Akteure wie Torhüter Benjamin Sorg, Janosch Scherer oder Fabio di dio Parlapoco. Bange vor dem Duell mit der DJK ist ihm aber nicht. "Wir spielen lieber gegen Teams, die auch mitspielen, als gegen Mannschaften, die sich nur hinten reinstellen und versuchen, das Mittelfeld mit Hundert-Meter-Pässen zu überbrücken."