Die ärgerlichen Schluss-Minuten

Reimsbach · Fünf bis sieben Punkte, so rechnet Kapitän Michael Magard vor, hat der 1. FC Reimsbach in den vergangenen Spielen kurz vor Schluss verspielt. Und ist so in der Tabelle gefährlich abgerutscht. Gelingt an diesem Samstag die Trendwende?

 Michael Magard bekommt hier voll einen Schuss des Eppelborners Jens Schlemmer ab. Auch die letzten Spiele waren für Reimsbachs Kapitän schmerzhaft. In sechs Partien gab es nur drei Punkte. Foto: rup

Michael Magard bekommt hier voll einen Schuss des Eppelborners Jens Schlemmer ab. Auch die letzten Spiele waren für Reimsbachs Kapitän schmerzhaft. In sechs Partien gab es nur drei Punkte. Foto: rup

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Fußball-Saarlandligist 1. FC Reimsbach macht derzeit eine schwierige Saisonphase durch. Nach der 0:2-Niederlage bei Mitaufsteiger SV Merchweiler ist die Elf auf Tabellen-Platz 14 abgerutscht - und, wie es Trainer Uli Braun formuliert, "mitten im Abstiegskampf angekommen".

Den Abstieg möglichst vermeiden und sich wieder in der höchsten Fußball-Liga des Landes etablieren, war zu Rundenbeginn als Saisonziel ausgegeben worden. Der Saisonstart verlief auch in der Tat verheißungsvoll. "Das war sicherlich der Euphorie und dem Schwung des Aufstieges geschuldet", sagt Michael Magard. Die Mannschaft habe unbekümmert und unbelastet aufspielen können.

Magard ist im siebten Jahr beim FCR und Spielführer. Über die Stationen Borussia Neunkirchen (Jugend), VfB Dillingen und SV Wallerfangen kam er vom Heimatverein SSV Altforweiler zu den Blau-Weißen. Der 26-jährige Innenverteidiger ist neben Spielertrainer Marco Buchheit und Mittelfeldspieler Michael Schäfer der dienstälteste Akteur im Team, quasi schon ein Urgestein und hatte auch den Abstieg aus der Saarlandliga mitgemacht.

Lange sah es in dieser Saison so aus, als müssten sich Magard und Kollegen nicht vor einer Wiederholung der Geschichte fürchten. Nach acht Spielen hatte der Neuling zwölf Punkte auf dem Konto. Am zehnten Spieltag stand die Mannschaft nach einem 3:1-Sieg bei Mitaufsteiger FSV Hemmersdorf auf dem achten Platz. Doch seitdem ging es bergab. Das 3:1 war bis heute der letzte Sieg. In sechs Spielen gab es bei drei Unentschieden nur noch drei magere Zähler auf das Punktekonto. "Vor allem die Punkteinbußen durch Tore in den letzten Spielminuten waren ärgerlich", monierte Magard. Fünf bis sieben Punkte habe die Mannschaft unnötig verschenkt, ob gegen den VfB Dillingen (2:3-Heimniederlage) oder gegen den VfL Primstal, FV Lebach und SC Friedrichsthal (jeweils Unentschieden). Die Folge: Jetzt beträgt der Abstand zu den Abstiegsplätzen nur noch zwei Punkte. Andererseits: Bis zum sechsten Platz sind es auch nur vier Zähler. "Mit diesen fehlenden Zählern auf der Habenseite stünden wir sehr ordentlich da", ärgert sich Magard, der aber überzeugt davon ist, dass die junge und teilweise auch unerfahrene Mannschaft die Qualität zum Klassenverbleib habe. Jetzt gelte es, den Abstiegskampf trotz der etwas verunsicherten Stimmung rund um das Waldstadion gemeinsam anzunehmen.

"Ein Erfolgserlebnis kann sicher für einen Aufschwung bei uns sorgen", ist er überzeugt. Und das könne seine Elf gleich an diesem Samstag, 15.30 Uhr, im Heimspiel gegen den SV Hasborn in Angriff nehmen. Aber einfach wird es nicht, denn die Gäste haben nach einem mäßigen Saisonstart in die Gänge gefunden und als Neunter den FC Reimsbach in der Tabelle überholt. Der FCR ist zudem mit nur einem Sieg das heimschwächste Team der Liga.

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