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Der „Geißenclub“ Düppenweiler lebt Liebe zur Musik

Musik und gute Laune : Der „Geißenclub“ lebt die Liebe zu Musik und Gesang

An frühere Zeiten, als der vor vielen Jahren aufgelöste Gesangverein Perle Erbringen noch in seinem Vereinslokal Ternig ernste und heitere Lieder erklingen ließ, wurden kürzlich Gaststättenbesucher und Vorbeigehende erinnert.

Denn an einem Samstagabend erschallte dort lautstarker Gesang. Doch der ehemalige Chor war nicht zu neuem Leben erweckt worden, sondern eine muntere, 15-köpfige Gruppe von über 50-jährigen bis über 80-jährigen Männern aus Düppenweiler, der sogenannte Geißenclub, hatte sich dort unter Gitarrenbegleitung seines Mitgliedes Siegfried Seger, einem leidenschaftlichen Musik- und Gesangsfreund aus Erbringen, in froher Runde eingefunden.

Unter ihnen weilten als Gäste auch der Erbringer Ortsvorsteher Hubert Schwinn und seine Stellvertreterin Astrid Moritz. Clubmitglied Seger spendierte ein rustikales Abendbrot, und die Wirtin Ingrid Gorges sorgte dafür, dass der Biernachschub nicht unterbrochen wurde. Aber es gab viele gewollte Unterbrechungen, um dem Gesang zu frönen.

Wenn der Siggi zur Gitarre griff und anstimmte, wurden aus voller Kehle Volks- und Stimmungslieder geschmettert. Nach dem Beginn mit Zuprosten ertönte natürlich das nie fehlende Geißenlied, das in etlichen humorvollen Strophen, darunter auch von Seger noch hinzu gedichtete, von der einst in vielen Häusern vorhandenen Bergmannskuh handelt. Aufgrund dieses, bei ihnen sehr beliebten Liedes, hatte man sich vor Jahren den Namen „Geißenclub“ geben.

Doch wie kam es überhaupt zur Clubgründung? Siegfried Seger erzählt: „Nachdem die Erbringer Traditionsgaststätte Mann im November 2012 ausgebrannt war und länger schließen musste, machte ich mich auf die Suche nach einem entsprechendem Ersatzlokal. Dabei traf ich schließlich zufällig in der ebenfalls urigen Wirtschaft ‚Zum Dorfkrug’ in Düppenweiler eine muntere Männerrunde. Einer von ihnen, nämlich Friedbert Reinwald, der mich und meine Liebe zu Musik und Gesang kannte, bat mich mitzumachen und besorgte spontan bei dem stets hilfsbereiten und beliebten Wirt Ulli Hanser eine Gitarre, mit der ich dann die Lieder begleitete. Damit war der Bann gebrochen und der Grundstein für unsere weiteren samstäglichen geselligen Beisammenseins gelegt. Wir wurden eine Clique, die fest zusammenhält und auch gerne Geburtstage oder andere Anlässe feiert. Auch beim Topfstädter Dorffest hatten wir schon auf unsere Kosten Showtänzerinnen engagiert.“

Normalerweise finden die wöchentlichen Treffen beim Ulli in Düppenweiler, der selbst Mitglied ist, statt, wo eine kleine weiße Ziege als Maskottchen den Stammtisch ziert und markiert. Aber ab und zu, wie jetzt wieder, kommt die fröhliche Herrenrunde auch gerne zur Ingrid in Siggis Heimatort Erbringen, denn da sind sie ebenfalls gerne gesehener Gast und sorgen für tolle Stimmung.