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Dem Herzen zuliebe Sport treiben

Haustadt. Nach einem Herzinfarkt wollen viele Patienten schnell wieder in ihren Alltag zurückfinden. Mit gezielten Übungen kann man die Leistungsfähigkeit des Herzens verbessern. Zum 30-jährigen Bestehen des Haustadter Herz- und Rehasport-Vereins gab es viel Lob für die Arbeit. Norbert Becker

"30 Jahre Herzsport in Haustadt . Dem Herzen zuliebe wird Sport getrieben. Dies ist das Motto des heutigen Tages und Anlass zu feiern", sagte der Vorsitzende des Vereins Herz- und Rehasport Haustadt bei der Begrüßung der Vereinsmitglieder nebst Partnern und Gäste im Saal Urhahn-Adam.



Sein besonderer Gruß galt dem Präsidenten des Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes Axel Riedschy, dessen Ehrenvorsitzenden Hubert Hampel, dem Geschäftsführer Helmut Röder von der Herzgruppe Saar, dem ersten Gemeindebeigeordneten Daniel Minas, Ortsvorsteher Jürgen Kredteck, der langjährigen Übungsleiterin Gertrud Lauer und "Notengel" Carmen Simon.

Blick in die Vereinsgeschichte

Laub ging dann auf die Geschichte des Herzsportes in Haustadt ein, die im Jahr 1985 nach einer Sitzung des BRS-Vorstandes mit einem Gespräch zwischen Erwin Weber aus Honzrath und Gertrud Lauer aus Bardenbach zur Gründung einer Herzsportgruppe im Haustadter Tal begann. Anfang 1986 war es dann soweit. Die Urväter der damaligen Herzsportgruppe Haustadt , zu denen Erwin Weber, Bernhard Weber, Hugo Uder, Josef Fortein und Herbert Jager gehörten, trafen sich in der Mehrzweckhalle Honzrath zur ersten Herzsportstunde, was auch gleichzeitig die Geburtsstunde des heutigen Vereins Koronar- und Rehasport Haustadt ist.

Diese fünf Sportler unter der Übungsleiterin Lauer, die alle zum Herzsport benötigten Lizenzen erworben hatte, und der Betreuung durch den Arzt Dr. Axel Ruffing wurden auch gleichzeitig Mitglieder der Versehrtensportgruppe Haustadter Tal (VSGHT) als Abteilung Herzsportgruppe. Dadurch wurde die Verbandsmitgliedschaft im Behinderten- und Rehabilitationssportverband Saarland gesichert. Etwas später trat man dann noch der Herzgruppe Saar bei. Die Haustadter Gruppe wuchs immer mehr. Aus Platz- und Organisationsgründen wurde deshalb Anfang 1987 die Schulturnhalle in Haustadt zur neuen Heimat und ist es auch noch heute. Unter der Gruppenleitung von Wilmar Ludwig (+) zählte man Anfang 1991 bereits 23 Sportler. Ihm folgte Christa Conrad (+) als Gruppenleiterin. Die ärztliche Betreuung lag in den Händen von Dr. Hanschke und Dr. Ballod.

Seit dem Jahr 2000 nimmt sie Dr. Frank Donate wahr, in den letzten Jahren im Wechsel mit Dr. Brigitte Adam. Nachdem es im Jahr 2006 mit der VSGHT zu Unstimmigkeiten kam, schloss man sich unter Führung von Paul Friedrich dem DRK Düppenweiler als Arbeitskreis Herzsport an. Aus gesundheitlichen Gründen stand Friedrich 2013 der Gruppe nicht mehr zur Verfügung und Christa Conrad übernahm wieder für kurze Zeit die Leitung. Werner Augustin besorgte die erforderlichen Geschäftsaufgaben der Abrechnung mit dem BRS.

2014 wurde am 27. Juli die Trennung vom DRK Düppenweiler vollzogen und am 4. August die Eigenständigkeit als Koronar- und Rehasport Haustadt e.V. beschlossen und ein Vorstand gewählt (siehe Info). Man zählt derzeit 29 Aktive und ein inaktives Mitglied. "Die Eigenständigkeit war eine mutige, aber richtige Entscheidung", befand Laub.

In ihren Grußworten lobten die offiziellen Gäste die Arbeit des Vereins, dessen sportliche Leitung im Oktober 2014 nach 28 erfolgreichen Jahren von Gertrud Lauer an Kirsty Meyer übergegangen war.

Zum Thema:

Namen Der Vorstand: Paul Laub (erster Vorsitzender), Jörg Braun (Stellvertreter), Claudia Hess (Kassenwartin), Bernhard Ludwig (Geschäftsführer) und Werner Augustin (Beisitzer). nb