Dank an die vielen Ehrenamtler

Ortsvorsteher Gerhard Braun hatte zum 16. Beckinger Neujahrsempfang eingeladen, und viele waren gekommen. Neben der Anerkennung für Ehrenamtler war vor allem Whitesell eines der zentralen Themen.

Zahlreiche Bürger aus Politik, Vereinen und aus dem Wirtschaftsleben gaben sich im Kulturhaus "Alte Wäscherei" zum 16. Mal ein Stelldichein beim Neujahrsempfang von Ortsvorsteher Gerhard Braun. Dieser konnte hierzu Bürgermeister Erhard Seger , den Gemeindebeigeordneten Hermann-Josef Lang, Altbürgermeister Manfred Peter, Werkleiter Jörg Bosch, den Betriebsratvorsitzenden Gerfried Lauer (beide Whitesell), den IG Metall-Bezirksbevollmächtigten Guido Lesch sowie Gemeinde- und Ortsratsmitglieder besonders willkommen heißen. Nach dem Willkommensgruß wurde zunächst für die Opfer der Anschläge in Frankreich eine Schweigeminute eingelegt.

Thema Verkehrsberuhigung

Ortsvorsteher Braun erläuterte, dass diese Neujahrsempfänge zum einen Dank und Anerkennung für die vielen ehrenamtlich Tätigen in den Vereinen sei und zum anderen, dem Dialog zwischen diesen, den politisch Handelnden sowie den Gewerbetreibenden diene.

Braun betonte beim Thema Whitesell, dass der Erhalt dieser Arbeitsplätze bei dem Beckinger Schraubenwerk für die Ort von immenser Wichtigkeit sei. Den Verantwortlichen, die sich um die Rettung des Werkes bemühen, wünschte er viel Erfolg. Er zeigte sich erfreut, dass der Umbau des Kulturhauses "Alte Wäscherei" mittlerweile vollendet sei und von vier musisch kulturellen Vereinen genutzt werden könne.

Dringender Handlungsbedarf sieht er in einer Verkehrsberuhigung in der Waldstraße, womit sich seinen Worten nach der Ortsrat bereits intensiv befasst habe.

Der Ortsvorsteher äußerte die Hoffnung, dass für die seit einigen Jahren bestehende Aktion "Patenschaften für markante Orte in Beckingen " für weitere Örtlichkeiten Patenschaften durch Vereine, Organisationen oder auch Privatleute gefunden werden.

Ständiger Blitzer geplant

Bürgermeister Seger lobte die faire Zusammenarbeit mit Ortsvorsteher Braun. Auch er wies daraufhin, wie bedeutend die Beckinger Schraubenfabrik nicht nur für die dort arbeitenden Menschen, sondern für die Gemeinde insgesamt sei. Beim Thema Verkehrsberuhigung kündigte er an, dass an der angesprochenen Örtlichkeit ein "Ständiger Blitzer" geplant sei.

In Bezug auf die Flüchtlingsunterbringung teilte er mit, dass zur Zeit 33 Flüchtlingen in der Gemeinde untergebracht seien, des weiteren wären 20 Personen im Kommen. Für dieses Jahr rechne er mit insgesamt 100 Neuankömmlinge. Ziel sei es, die Flüchtlinge nicht auf eine Stelle, sondern dezentral unterzubringen, um somit Voraussetzungen zur besseren Integration zu schaffen.

Was die Zukunft der Gemeinde Beckingen insgesamt angehe, könne man nicht vorhersagen, ob diese in zehn Jahren noch selbstständig bestehe, so Seger. Aufgrund der allgemeinen finanziellen Schwierigkeiten in allen Gemeinden, seien Zusammenlegungen zu erwarten. Allerdings müssten die Ortsräte wegen der Bürgernähe bestehen bleiben, was Verhandlungen mit Kommunen ohne diese Institution erschweren werde. Um die Gemeinde auch in den kommenden Jahren in finanzieller Hinsicht selbstständig zu erhalten, seien die für 2015 beschlossenen kommunalen Steuererhöhungen unausweislich gewesen, so der Bürgermeister.

Verdiente Bürger geehrt

Wie beim Beckinger Neujahrstreff üblich, wurden auch diesmal verdiente Personen besonders geehrt. Dies waren Bernd Mosbach und Lothar Kleber vom Faschingsumzugskomitee.

Bernd Mosbach übernahm 1998 den Vorsitz des Umzugkomitees, dessen Posten er bis dato innehat. Sein Anliegen war und ist es, das Kulturgut des Umzugs im Ort zu erhalten. Durch seine zahlreichen Anregungen und unermüdliches Engagement wurde so ein immer attraktiverer Umzug an Faschingssonntag möglich.

Lothar Kleber gehört seit 1996 zum Umzugskomitee und hat das Amt des Schriftführers inne. Er begleitet diesen Posten mit Leidenschaft und hat am Erfolg dieser Veranstaltung ebenso großen Anteil wie der Vorsitzende. Daneben war er auch in anderen Vereinen in verschiedenen Vorstandspositionen Jahrzehnte aktiv.

Für beide Geehrten wird der kommende 40. Umzug in Beckingen (Fastnachtssonntag, 15. Februar) der letzte unter ihrer Führung sein, danach wird der Ortsvorsteher dieses Gremium leiten.

Mosbach und Kleber bedankten sich bei allen Helferinnen und Helfern, namentlich bei Alexa und Harald Friedrich, der Gemeinde, sowie den verschiedenen Organisationen für die jahrelange Unterstützung.