1. Saarland
  2. Merzig-Wadern
  3. Beckingen

"Damit Geschichte nicht vergessen wird"

"Damit Geschichte nicht vergessen wird"

Reimsbach. Auch in Reimsbach fand nach dem Gottesdienst eine Gedenkfeier auf dem Ehrenfriedhof mit Kranzniederlegung statt. 63 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges dürfe der Volkstrauertag nicht zur Routine oder schlichten Pflichterfüllung werden, betonte Gustav Brandstätter, Erster Beigeordneter der Gemeinde und Ortsvorsteher von Reimsbach

Reimsbach. Auch in Reimsbach fand nach dem Gottesdienst eine Gedenkfeier auf dem Ehrenfriedhof mit Kranzniederlegung statt. 63 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges dürfe der Volkstrauertag nicht zur Routine oder schlichten Pflichterfüllung werden, betonte Gustav Brandstätter, Erster Beigeordneter der Gemeinde und Ortsvorsteher von Reimsbach. Die jüngere Generation kenne das Geschehene nur noch aus den Medien, erklärte er und hob die Bedeutung und Wichtigkeit des Volkstrauertages als Tag der Erinnerung und der Mahnung gegen das Vergessen hervor. Mehr als 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sei das Gedenken an die Opfer wichtiger denn je. "Ich bin überzeugt, der Volkstrauertag geht uns alle an und ist unser aller Pflicht", betonte Brandstätter. "Wir müssen den heutigen Tag ernst nehmen, damit so etwas nie wieder passiert. Die 314 Gräber auf dem Ehrenfriedhof in Reimsbach erinnern uns an das Schicksal von fremden Menschen und sind Lernorte der Menschlichkeit", hob er hervor. "Wir müssen aus der Geschichte lernen, denn am Umgang mit unseren Mitmenschen werden wir gemessen. Daher ist dieser Tag für uns auch in Zukunft unverzichtbar", so Brandstätter, der an alle Anwesenden appellierte, auch in Zukunft am Volkstrauertag teilzunehmen, der Opfer zu gedenken und das Geschehene nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Trauer sei die Einsicht in das, was Menschen anderen Menschen antun könnten. "Terror, Gewalt, Folter, Unterdrückung, Macht und Ohnmacht, das sind Worte für die Zustände, mit denen auch heute noch viele Menschen Leben müssen", sagte der Reimsbacher Ortsvorsteher. "Ich will glauben können, dass Menschen fähig sind, die Welt anders zu gestalten", erklärte er. Diese Hoffnung müsse man sich täglich neu erkämpfen. An der Gedenkfeier in Reimsbach nahmen als Ehrenwache auch Soldaten des Luftlandeunterstützungsbataillons 262 aus Merzig teil. red/pp