Dämpfer für Düppenweiler im Derby

Dämpfer für Düppenweiler im Derby

Im Saarderby der Volleyball-Oberliga hatten die Damen der VSG Saarlouis am Samstag gut lachen. Mit dem 3:1-Erfolg beim TV Düppenweiler machte das Team einen wichtigen Schritt zum Ligaverbleib und revanchierte sich für die 0:3-Pleite im Hinspiel.

Es ist 17.38 Uhr, als es am Samstag in der kleinen Kultur- und Sporthalle in Düppenweiler ein letztes Mal so richtig laut wird: Die Spielerinnen der VSG Saarlouis versammeln sich im Kreis, tanzen umher und bejubeln gut gelaunt ihren Sieg im Saarderby der Volleyball-Oberliga: "Wir haben gewonnen. Weil wir so schön sind", schallt es nach dem 3:1 (25:22, 25:21, 23:25, 25:13)-Erfolg beim TV Düppenweiler durch die Halle.

"Das war eine sehr gute Leistung und sehr wichtig im Hinblick auf die Tabelle", sagt VSG-Trainer Gilbert Pohl. Durch den vierten Saisonsieg, den zweiten in Folge, hat sein Team den bisher punktgleichen Mitaufsteiger vorerst distanziert. Mit elf Zählern liegt Saarlouis drei Punkte vor dem TVD, der als Vorletzter bereits seit sieben Partien auf einen Sieg wartet. "Wir waren im Block nicht gut. Außerdem sind viele Annahmen in die Hose gegangen, sodass wir im Angriff nicht den nötigen Druck aufbauen konnten", ärgerte sich Düppenweilers Spielerin Laura Lerner.

Dabei hatte das Spiel für ihr Team gut begonnen. Vor 65 Zuschauern setzten sich die Gastgeber zunächst auf 9:5 ab und lagen bis zum 20:19 in Führung. In der Endphase besaß die VSG aber den längeren Atem und schnappte sich den Satz mit 25:22. Durchgang zwei verlief ebenfalls lange ausgeglichen: Nach 7:12-Rückstand kämpfte sich Düppenweiler heran, schaffte den Anschluss zum 19:20, ehe die Gäste erneut das bessere Ende hatten - 25:21. "Anders als beim 0:3 im Hinspiel haben wir uns richtig gut ins Spiel gekämpft und uns nur im dritten Satz eine Verschnaufpause gegönnt", sagte VSG-Spielführerin Jana Remmel. Dort zog Düppenweiler schnell auf 18:10 davon und rettete den Vorsprung schließlich mit 25:23 ins Ziel. Doch es sollte nur ein Strohfeuer bleiben: Die Gastgeber verpatzten den Start in Satz vier. Als Trainer Ralf Kien eine Auszeit nahm, hieß es bereits 0:5. Danach setzte sich Saarlouis über 10:4 und 20:10 weiter ab und brachte den Erfolg mit 25:13 mühelos unter Dach und Fach.

"Im vierten Satz kam vom Block gar nichts mehr", hielt Kien ernüchtert fest. "Es ist uns nicht gelungen, die vielen Ausfälle zu kompensieren." Vor allem das Fehlen von Leandra Burger und Birgit Wahl machte sich gegen die personell ebenfalls gebeutelten Gäste, die nur zu acht angereist waren, bemerkbar. "Wir haben in der Vorrunde sicher drei Punkte zu wenig geholt und jetzt viel Pech mit Ausfällen. Nächste Woche steht uns beim SV Haag (Schlusslicht mit drei Punkten Rückstand auf Düppenweiler ; Anm. d. Red.) ein echtes Endspiel bevor", meinte Kien.

Für Saarlouis hat sich die Lage vor den letzten sechs Partien dagegen entspannt: "Die Saison lief bisher durchwachsen. Das heute war aber ein wichtiger Schritt Richtung Ligaverbleib", fand Remmel. Auch Düppenweiler ist trotz der Niederlagenserie optimistisch: "Wenn wir uns jetzt zusammenreißen, haben wir aber noch Chancen. Wir haben auf jeden Fall das Potenzial, in der Liga zu bestehen", ist Laura Lerner überzeugt.

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