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Corona-Ausbruch in Seniorenheim in Düppenweiler weitreichender als zunächst bekannt

Testergebnisse liegen vor : 29 Corona-Infektionen im Haus Blandine in Düppenweiler bestätigt

Der Corona-Ausbruch im Seniorenheim Blandine in Düppenweiler trifft nach derzeitigem Kenntnisstand insgesamt 29 Menschen: Nach Auskunft der Heimleitung sind 18 Bewohner und elf Beschäftigte der Einrichtung mit dem Virus infiziert.Jetzt treten dort strikte Kontaktbeschränkungen in Kraft.

Von dem Corona-Ausbruch in der Seniorenbetreuung „Haus Blandine“ in Düppenweiler sind nach aktuellem Stand mindestens 29 Menschen betroffen. Das Seniorenheim hat am Montagabend selbst eine Mitteilung in sozialen Medien veröffentlicht, in der die Heimleitung über das Ausmaß der Corona-Infektionen und die daraus resultierenden Schutzmaßnahmen informiert. Demnach seien 18 Infektionen mit dem Sars-Cov2-Virus (Coronavirus) bei Bewohnern sowie elf weitere bei Mitarbeitern der Einrichtung festgestellt worden. Dies habe die Auswertung einer am 23. Oktober erfolgten Testung ergeben, deren Ergebnisse dem Haus am Montag übermittelt worden seien. Der Landkreis Merzig-Wadern hatte für den Montag 23 neu festgestellte Infektionen in der Einrichtung mitgeteilt. Ein 88-jähriger Heimbewohner war nach Auskunft des Landkreises Merzig-Wadern am Wochenende bereits an den Folgen der Covid-19-Infektion verstorben, nachdem er mit schweren Atemproblemen ins Klinikum Winterberg eingeliefert worden war. „Nach Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt haben wir umfassende Quarantäne- und Hygieneregelungen für die gesamte Einrichtung angeordnet, die unter anderem dazu führen, dass die öffentlichen Gemeinschaft5sräume geschlossen sind und keine Gruppenaktivitäten mehr im Haus angeboten werden können“, teilen Heimleiterin Edith Friedrich und Pflegedienstleiter Marc Helfen weiter mit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden in Vollschutzanzügen und in fest zugewiesenen Arbeitsbereichen arbeiten. Die Heimleitung folge zudem einer dringenden Empfehlung des Gesundheitsamtes, wonach bis einschließlich 2. November keine Besucher von Angehörigen mehr im Haus erfolgen sollten. Auch werde es nach Mitteilung der Heimleitung weitere Coronatestungen bei Bewohnern und Mitarbeitern geben: „Im weiteren Verlauf wird es sicherlich zu neuen Covid-19-Testreihen kommen, die für das Verfahren nach dem 2. November ein entscheidende Ausagekraft haben.“ Die jetzt in Kraft getretenen, „dringend notwendigen“ Kontaktbeschränkungen würden aufgehoben, „sobald dies möglich und vertretbar ist“. Dioe Mitteilung, die sich an Bewohner des Hauses sowie deren Angehörige und Freunde richtet, schließt mit den Worten: „Schenken Sie uns Ihr Vertrauen, Ihr Verständnis und Ihre Geduld. Wir versprechen Ihnen zu schützen, was Ihnen so lieb ist – mit aller Kraft und allem Einsatz.“

(cbe)