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Bürgermeister Thomas Collmann verpflichtet zwei neue Ratmitlglieder

Auf Sitzung des Gemeinderats gewählt : Hubert Schwinn ist neuer zweiter Beigeordneter der Gemeinde Beckingen

Mit großer Mehrheit hat der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung den Christdemokraten ins Amt gewählt.

Hubert Schwinn heißt der neue Zweite Beigeordnete der Gemeinde Beckingen. Der Christdemokrat tritt die Nachfolge von Thomas Ackermann aus Düppenweiler (CDU) an, der von seinem Amt zurückgetreten war. 29 Ja-Stimmen erhielt der Ortsvorsteher von Erbringen bei der Wahl in der jüngsten Sitzung des Beckinger Gemeinderates, ein Ratsmitglied votierte mit Nein, eine Stimme war ungültig.

Da Ackermann, auch Ortsvorsteher von Düppenweiler, ebenso wie sein Parteifreund Frank Finkler aus dem Gemeinderat ausgeschieden waren, verpflichtete Beckingens Bürgermeister Thomas Collmann Jörg Daub aus Düppenweiler und Ralf Selzer aus Oppen als neue Ratsmitglieder. Auf den traditionellen Handschlag verzichtete der Verwaltungschef aber. „Das ist der derzeitigen Situation geschuldet“, begründete er seinen Schritt. Er kündigte an, zur gegebenen Zeit Thomas Ackermann und Frank Finkler für ihr Engagement im Rat zu danken.

„Es ist mir alles zu viel geworden“, begründete Thomas Ackermann seinen Rückzug. „Ich bin Vorsitzender des örtlichen Fußballvereins, Vorsitzender des Fastnachtsumzugskomitees, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes, Ortsvorsteher und zweiter Vorsitzender des Dorffestkomitees. Da habe ich zwei von sieben Ämtern abgegeben“, sagt er. Zudem habe er mit dem Wechsel von der Haushaltsabteilung in die Personalabteilung des Finanzministeriums in Saarbrücken Neuland beschritten.

Dass er das Amt des Beigeordneten aufgeben wollte, sei seit Ende Februar bekannt. „Da ich dieses Amt nicht mehr wahrnehme, wollte ich nicht als Oberaufseher im Gemeinderat bleiben“, sagt der Familienvater aus Düppenweiler, der vor ein paar Monaten Großvater geworden ist.

CDU- und SPD-Fraktion hatten nach der Kommunalwahl im Mai des vergangenen Jahres eine Zusammenarbeit ohne formelle Koalition vereinbart. „Die Vereinbarung unterliegt den Grundsätzen Wohl der Gemeinde und der Gemeinschaftlichkeit sowie der Gleichberechtigung unter den Fraktionen“, hatten Finkler und SPD-Fraktionschef Josef Bernardi das gemeinsame Ziel umrissen. Diese „gleichberechtigte Kooperation“, wie sie es nannten, schloss einen Wechsel beim ersten Beigeordneten ein: Seit Juli des vergangenen Jahres stellt die SPD den Ersten Beigeordneten. Seine Amtszeit geht bis Dezember 2021. Die CDU übernimmt dann von Januar 2022 bis zum Ende der Legislaturperiode.