| 20:23 Uhr

Förderung
Biologische Vielfalt darf aufblühen

Ein Schnappschuss von der Übergabe des Zuwendungsbescheides für das Erbringer Förderprojekt. Auf dem Foto (von links): Ortsvorsteher Hubert Schwinn, Gemeinrats-, Ortsrats- und OGV-Mitglied Monika Lambert-Debong, Umwelt- und Verbraucherschutzminister Reinhold Jost, Landtagsmitglied Martina Holzner und Bürgermeister Thomas Collmann.
Ein Schnappschuss von der Übergabe des Zuwendungsbescheides für das Erbringer Förderprojekt. Auf dem Foto (von links): Ortsvorsteher Hubert Schwinn, Gemeinrats-, Ortsrats- und OGV-Mitglied Monika Lambert-Debong, Umwelt- und Verbraucherschutzminister Reinhold Jost, Landtagsmitglied Martina Holzner und Bürgermeister Thomas Collmann. FOTO: Norbert Becker
Erbringen. Erbringen erhält für Streuobstwiesen-Projekt eine Zuwendung aus dem Programm „Dem Saarland blüht was“.

Bei seinem Besuch in Oppen vor wenigen Tagen (die SZ berichtete) bedachte Umwelt- und Verbraucherschutzminister Reinhold Jost auch den Ortsteil Erbringen. Im Beisein von Landtagsmitglied Martina Holzner, der Geschäftsführerin des Verbandes der Obst- und Gartenbauvereine, Monika Lambert-Debong, zudem Gemeinde- und Ortsrats-Mitglied, sowie des Kultur-Sachgebietsleiters Armin Buchheit übergab der Minister an Bürgermeister Thomas Collmann und Ortsvorsteher Hubert Schwinn einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 2479,22 Euro.


Der Minister erklärte hierzu: „Die Gemeinde Beckingen hatte eine Zuwendung für den Ortsteil Erbringen aus dem Programm ‚Dem Saarland blüht was’ für die Förderfläche im Bereich des Dorfgemeinschaftshauses ‚Erwringer Scheier’ und des angrenzenden Festplatzes beantragt. Ziel war die Förderung und Unterstützung der biologischen Vielfalt durch innerörtliche Blühflächen mit ökologisch wertvoller Artenzusammensetzung (Bienen- und Insektenweide) zur Verbesserung der dorfökologischen Verhältnisse bei gleichzeitiger Steigerung der Attraktivität des Ortsbildes.“

Wie Jost weiter ausführte, soll mit der Zuwendung die Anlage eines reichhaltigen Blühhorizontes regionaltypischer und standortgerechter Arten erreicht werden, der insbesondere der Honigbiene, aber auch Wildbienen und andere Insektenarten als Wirts-, Nahrungs- oder Schutzhabitat dienen soll.



Darüber hinaus ziele die Gestaltung auf ein attraktives Ortsbild und das Erreichen einer ökologischen Wirkung. „Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine exponierte Fläche inmitten des Ortsteils Erbringen.“ Bei einer Blühfläche, die zu 90 Prozent aus Blumen und zu zehn Prozent aus Gräsern bestehen werde, sollten insbesondere die Ansprüche von Wildbienen und Schmetterlingen an Trachtpflanzen berücksichtigt werden. Die zugehörigen Untergräser dienten als Futterpflanzen wie etwa für Schmetterlingsraupen. Es handele sich um eine Mischung aus schnell blühenden einjährigen Arten, die dann durch ausdauernde, mehrjährige Arten ersetzt werden. Die Fläche werde nur jährlich, und zwar im Spätherbst, gemäht. „Die Blühfläche wird ergänzt durch das Anlegen einer Obstwiese mit neun verschiedenen Apfelbaumarten sowie einem großen Insektenhotel mit Informationstafel und einer Sitzgelegenheit“, erläuterte Minister Jost.

Er wies darauf hin, dass die von der Gemeinde Beckingen zu erbringenden Eigenleistungen in Höhe von 933,60 Euro zur Umsetzung des Vorhabens unter anderem durch ehrenamtliche Helfer des Erbringer Obst- und Gartenbauvereins erbracht werden. Bürgermeister Collmann und Ortsvorsteher Schwinn bedankten sich herzlich bei Minister Jost für das bewilligte Geld. Der Bürgermeister unterstrich dabei das lobenswerte Engagement der Erbringer Bürger und des Obst- und Gartenbauvereins.

Der Ortsvorsteher zeigte sich sehr erfreut und bezeichnete das Vorhaben als eine gute Sache. Solche Maßnahmen stärkten auch den Zusammenhalt der Vereine. Das Pflanzen der Obstbäume soll noch in diesem Jahr erfolgen. Lobende Worte fand auch Monika Lambert-Debong, die auch hauptamtliche Geschäftsführerin des Verbandes der Gartenbauvereine ist (siehe Text unten).