Beckinger Haushaltsberatung im Zeichen des Rotstifts

Beckinger Haushaltsberatung im Zeichen des Rotstifts

Mit 3,3 Millionen Euro ist der Beckinger Gemeindehaushalt im Minus. Das geht aus der Tischvorlage für die Sitzung des Beckinger Gemeinderates am heutigen Donnerstag, 19. Januar, 18 Uhr, hervor. Daher stehen Überlegungen auf der Tagesordnung, wie die Situation des Haushaltes verbessert werden kann. Als Grund für die roten Zahlen wird die Kreisumlage genannt, die erneut in die Höhe geschnellt ist - von 7 927 836 Euro im vergangenen Jahr auf 8 798 340 Euro , also 10,98 Prozent mehr. Zudem wurden der Gemeinde rund 811 000 Euro weniger Schlüsselzuweisungen für dieses Jahr in Aussicht gestellt. "Allein diese Faktoren bedeuten, dass sich in 2017 gegenüber dem Plan eine Haushaltsverschlechterung von 1 644 000 Euro ergibt", heißt es in der Tischvorlage.

Steuersätze könnten steigen

Weitere Kriterien, die den Doppelhaushalt 2016/2017 noch tiefer ins Minus ziehen können, seien dabei noch gar nicht berücksichtigt. Als Vorschläge, den Mehrbelastungen entgegen zu wirken, nennt der Hauptausschuss die Erhöhung der Grundsteuer B, der Grundsteuer A und der Gewerbesteuer. Auch die Erhöhung der Hundesteuer um fünf Euro pro Hund ist angedacht, ebenso ein Anstieg der Kindergartenbeiträge um zehn Euro im Monat oder der Friedhofsgebühren um zehn Prozent.

Einsparungen im Kulturbereich

Ins Auge gefasst ist auch, Geld für freiwillige Leistungen zu kürzen - wie etwa den Ansatz für das Kulturprogramm der Gemeinde, den Zuschuss für die Kulturstiftung oder die Streichung von Windelzuschüssen für Kinder und Menschen mit Inkontinenz . Geprüft werden sollen auch Einsparungen in der inneren Verwaltung, im Bereich Sicherheit und Ordnung, bei Schule und Kultur oder bei der Gestaltung der Umwelt und der zentralen Dienste.

Auch steht die Wahl eines stellvertretenden Wahlleiters für die Landtagswahl am 26. März auf der Tagesordnung der Sitzung, ebenso wie Beratungen über über- und außerplanmäßige Ausgaben.