Beckinger Hallenbad soll bleiben

Beckingen. Der Ortsvorsteher von Beckingen, Thomas Collmann (SPD), verwehrt sich gegen den Eindruck, dass von Seiten seines Stellvertreters Dieter Hoffmann eine mögliche Schließung der Beckinger Schwimmhalle ins Gespräch gebracht worden sei

Beckingen. Der Ortsvorsteher von Beckingen, Thomas Collmann (SPD), verwehrt sich gegen den Eindruck, dass von Seiten seines Stellvertreters Dieter Hoffmann eine mögliche Schließung der Beckinger Schwimmhalle ins Gespräch gebracht worden sei. Collmann bezieht sich auf die Berichterstattung in der SZ über die Gründung eines Bürgerinitiative, die sich für den Erhalt des sanierungsbedürftigen Schwimmbades stark macht (SZ vom 19. November). Collmann teilt hierzu der SZ mit: "In dem Zeitungsartikel wird darüber berichtet, dass mein Stellvertreter, Dieter Hofmann, der neuen Sprecherin der Bürgerinitiative (BI) 'Gegen die Schließung des Hallenbades', Monika Graffé, 'gesteckt' haben soll, dass nach der Landtagswahl im kommenden Jahr das Beckinger Hallenbad geschlossen wird. Diese Behauptung ist falsch und entbehrt jeder Grundlage." Es sei keineswegs so, "dass auf Grund der Aussage von Hofmann die Bürgerinitiative ins Leben gerufen wurde".Richtig sei hingegen, dass vor mehreren Wochen sich in einer Beckinger Gaststätte mehrere Bürger wegen der Erhaltes des Hallenbades getroffen haben. Aus dieser Gruppe heraus sei die Bürgerinitiative entstanden. Thomas Collmann: "Mein Stellvertreter war an diesem Abend zufällig in dieser Gaststätte und wurde von den anwesenden Bürgern ebenfalls zu diesem Thema befragt. Dieter Hofmann hat hierzu lediglich gesagt, dass ihm diese Schließungsgerüchte bekannt sind und seit Jahren in Beckingen kursieren. Mehr hat Hofmann zu diesem Thema nicht gesagt!" Mehr könne er auch nicht sagen, da er keinen politischen Gremien angehöre, die über die Schließung entscheiden. Collmann: "Er bestätigte lediglich, dass in Beckingen Gerüchte hierüber kursieren."Losgelöst von diesem Dissens betonte der Beckinger Ortsvorsteher jedoch, dass er die Ziele der BI unterstütze: "Ich bin froh, dass sich in Beckingen eine Bürgerinitiative gebildet hat und werde sie mit all meinen Kräften unterstützen." Ein Lehrer aus dem Ort habe ihm vor längerem berichtet, dass die Beckinger Schüler im Saarland, was das Schwimmenlernen betrifft, führend und mit am besten ausgebildet seien. "Dies haben wir unter anderem dem Umstand zu verdanken, dass wir hierfür das ideale Lernschwimmbecken haben, das mit seinem höhenverstellbaren Boden einzigartig in der ganzen Region ist." Darüber könnten die Beckinger stolz und glücklich sein und sollten alle Hebel in Bewegung setzen, dass dies noch lange so bleibt. Darüber hinaus werde das Bad nicht nur von Kindern und Schülern benutzt, sondern auch von behinderten Menschen, Senioren, Mitgliedern des örtlichen Schwimmvereins, sowie von Bürgern, die einfach nur schwimmen und sich dem regen Treiben eines Spaßbades entziehen wollen. Collmann: "Es lohnt sich für das Hallenbad zu kämpfen."Der Ortsvorsteher erinnert daran, dass vor etwa acht Jahren die CDU-Mehrheitsfraktion im Gemeinderat das Hallenbad wegen der hohen Unterhaltungskosten schließen wollte. "Mit vereinten Kräften konnte die Schließung aber verhindert werden." Collmann kritisiert auch die Haltung der Gemeinde: "Seit Bürgermeister Erhard Seger im Amt ist, wurde aber kein Geld mehr in das Beckinger Hallenbad investiert. Nur die notwendigsten Reparaturarbeiten wurden durchgeführt." Die momentanen Renovierungsarbeiten im Hallenbad ließen sich auf einen Wasserschaden zurückführen und seien keineswegs Neuinvestitionen in den Badebetrieb. "Ich bin froh, dass sich in Beckingen eine Bürgerinitiative gebildet hat, und werde sie mit all meinen Kräften unterstützen." Thomas Collmann

HintergrundAuf Anfrage der SZ widersprach Monika Graffé, Sprecherin der Bürgerinitiative zur Erhaltung des Beckinger Hallenbades, in einem Punkt der Darstellung des Ortsvorstehers. Die besagte Versammlung von Beckinger Bürgern, überwiegend Vertreter von örtlichen Vereinen, habe am 10. Oktober in einer Gaststätte stattgefunden. An diesem Tag sei auch Dieter Hofmann in der Gaststätte gewesen, im Laufe des Treffens habe er sich zu der Versammlung dazugesellt. Dort habe er erklärt, er wisse "zu 99 Prozent, dass das Bad nach den Wahlen im kommenden Jahr geschlossen werde", sagte Monika Graffé. Diese Darstellung wies wiederum Dieter Hofmann selbst zurück. Auf Anfrage der SZ unterstrich er, dass er sich an dem besagten Termin so nicht geäußert habe. Vielmehr sei die Darstellung von Ortsvorsteher Collmann zutreffend. cbe