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Attraktiv für Rad-Touristen

Saarfels. Mit der „Saar-Familien-Runde“ erhielt auch Saarfels eine Trasse für Radler. Norbert Becker

"Was lange währte, wurde endlich gut", schrieb die SZ vor einem Jahr in ihrem Artikel über die Eröffnung des rund 20 Kilometer langen Radweges "Saar-Familien-Runde" und gleichzeitige Freigabe der neuen Trasse über eine Länge von 2,5 Kilometern bei Saarfels.


Zur offiziellen Eröffnung mit Banddurchschnitt waren Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, Bürgermeister Erhard Seger und sein Merziger Amtskollege Marcus Hoffeld, der Geschäftsführer der Saarschleifen-Touristik, Peter Klein, Ortsvorsteher Harald Löhfelm und andere gekommen.

Wie Bürgermeister Seger damals ausführte, verfolgte die Gemeinde Beckingen seit vielen Jahren das Ziel der Anlegung eines Radweges von der Staustufe Beckingen-Rehlingen über Saarfels bis nach Merzig am rechten Saarufer, denn der Verlauf des seit langem auf der linken Saarseite befindlichen Saar-Radweges war aus Sicht seiner Gemeinde sehr unbefriedigend. Zumal durch die Anlegung des Saar-Gartens, der Fußballgolfanlage und Restaurierung des Alten Bahnhofs sowie die Bietzener Heilquelle rechts der Saar attraktive touristische Anziehungspunkte entstanden sind.



Schon im Jahre 2008 fand ein Gespräch mit dem damaligen Wirtschaftsminister wegen Zusagen des Landes zu einem Radweg auf dem Leinpfad mit geschätzten Kosten von 300 000 Euro statt. Da es aber bereits entlang der Saar und der alten B 51 drei Radwege gab, wäre dann noch ein vierter hinzugekommen.

Als Kompromiss wurde deshalb der Vorschlag, den Radweg neben der ehemaligen B 51, der aufgrund der Tatsache, dass er über einen nicht ausgebauten Feldweg führte und einen weiten Bogen schlug, nicht angenommen wurde, an den Leinpfad am Ortseingang von Saarfels über ein gemeindeeigenes Grundstück als Bypass anzubinden, realisiert.

Nach den Worten des Bürgermeisters ist er zwar nicht ideal, aber ein Fortschritt gegenüber früher, denn für den eigentlich favorisierten Radweg gingen noch Jahrzehnte ins Land. Das erforderliche Geld sei sonstwo wichtiger. Es gebe viele Strecken im Saarland, wo noch überhaupt keine Radwege angelegt seien.

Der Radwegeausbau an der L 156 von Beckingen bis Oppen durch Anlegung eines so genannten Multifunktionsstreifens sei wegen fehlender notwendiger Fahrbahnbreite durch den Landesbetrieb für Straßenbau abgelehnt worden. Mittelfristig sei ein Radweg zwischen Beckingen und Düppenweiler unter Mitnutzung von Feldwegen vorgesehen. Nach den Feststellungen von Ortsvorsteher Harald Löhfelm, selbst kein Radfahrer, werde der Bypass von vielen von ihnen angenommen. Leider nähmen manche anschließend auch zum Ärger seiner Mitbürger den Bürgersteig zum Weiterfahren in Anspruch, was in einigen Fällen dann zu Problemen führe.