Alte Feuerwehrhandpumpe des Löschbezirks Düppenweiler wurde saniert

Schmuckstück der Düppenweiler Wehr : Ein neuer Anstrich für eine alte Pumpe

Vor einigen Jahren hat der Förderverein des Löschbezirks Düppenweiler eine historische Handpumpe erworben. Diese wurde jetzt restauriert.

Das Herz des Ehrenlöschbezirksführers Ortwin Zimmer, der im kommenden Monat sein 82. Lebensjahr vollendet, hängt auch als Mitglied der Altersabteilung immer noch an der Feuerwehr. So steht er dem Löschbezirk Düppenweiler, den er von 1973 bis 1997 mit großem Engagement führte, immer noch gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Ganz besonders kümmert er sich um die von ihm zusammengetragene große internationale Helmsammlung und die gut behütete historische Handpumpe, Baujahr 1886, die bis 1930 in Diensten der Freiwilligen Feuerwehr der fränkischen Stadt Ansbach stand. Die Stadt ist vielen älteren Leuten aus Düppenweiler und Umgebung noch als Ort ihrer Evakuierung im Zweiten Weltkrieg in Erinnerung. Zimmer entdeckte das reparaturbedürftige alte Feuerwehrgerät im Jahre 1990 bei der Dillinger Feuerwehrfirma Damde. Sein Interesse daran war sofort geweckt.

So kam es dazu, dass der von ihm gegründete Förderverein des Löschbezirks die alte Pumpe, die in einem schlechten Zustand war, kaufte. Zunächst wurde sie ein Jahr später von der einheimischen Maler- und Lackiererfirma Manfred Klein sandgestrahlt und grundiert. Zimmer und sein Feuerwehrkamerad Walter Ehlen brachten sie anschließend weiter in Ordnung und opferten hierfür viele Stunden ihrer Freizeit.

Dabei wurde nicht nur der Kessel der Pumpe von ihnen nach alter Handwerkskunst fachmännisch neu genietet. Auch die alten, angefaulten Holzteile der Feuerwehrhandpumpe – wie die Tritte, Sitzbank, Gerätekasten und Holzspeichenräder – wurden von dem Alterskameraden und von Schreiner Otmar Britz generalüberholt. Doch durch das jahrelange Stehen in einem geheizten Raum trockneten die Räder wieder aus, und auch die Farbe der Handpumpe bröckelte ab.

Nun wurde das gute Stück erneut renoviert. Ein Grund war die kürzlich erfolgte Teilnahme an der Eröffnung der historischen Feuerwehrausstellung des Landkreises, ein weiterer das für das Jahr 2020 anstehende große Feuerwehrfest des Löschbezirks zum 100-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Düppenweiler.

Die maroden Teile der Holzräder ersetzte der einheimische Schreinermeister Horst Feld, der auch gelernter Wagner ist, und die Farbgestaltung führte der ebenfalls in Düppenweiler ansässige Malermeister Steffen Wünsch aus. Beide stellten sich dabei in den Dienst des Fördervereins und arbeiteten kostenlos.

Ehrenlöschbezirksführer Zimmer und sein Kamerad Ehlen installierten an der in neuem Ganz erstrahlenden Handpumpe, die einst von einem Pferdegespann oder aber durch Feuerwehrleute von Hand gezogen und betätigt wurde, eine Alarmglocke und Lampen, die vom Förderverein gestiftet wurden. „Wir sind stolz auf diese Pumpe als Erinnerungsstück an alte Feuerwehrzeiten und werden sie weiter behutsam aufbewahren und pflegen“, versichern Zimmer und Ehlen, die diese Arbeit gerne erledigen.

Mehr von Saarbrücker Zeitung