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Alle freuen sich schon aufs nächste Zeltlager

In großer Runde saßen die Saarfelser Jugendlichen gerne bei ihrem Zeltlager zusammen. Foto: SJ
In großer Runde saßen die Saarfelser Jugendlichen gerne bei ihrem Zeltlager zusammen. Foto: SJ FOTO: SJ
Saarfels. Im Eifeldorf Demerath schlug die Saarfelser Jugend ihre Zelte beim Ferienlager auf. Allerdings erst, nachdem der Zeltplatz von gemähtem Gras befreit war. Die Zeltwoche verging bei Spiel und Spaß wie im Flug. Norbert Becker

Auch diesmal warteten 62 Kinder und Jugendliche aus dem Dorf wieder sehnsüchtig auf die erste Woche der großen Ferien, denn dann ist das traditionelle Zeltlager der Saarfelser Jugend angesagt. Zum 36. Mal brach der Wagentross freitags bei sonnigem Wetter mit 26 Helfern und Helferinnen auf, diesmal in das 120 Kilometer entfernte Eifeldorf Demerath im Maaregebiet, um mit dem Aufbau der Zelte zu beginnen. Bis dahin war alles wie jedes Jahr.


Doch dann gab es etwas Neues. Der Eigentümer der Demerather Mühle, wo das Lager aufgebaut werden sollte, hatte erst tags zuvor mitgeteilt, dass die Wiese wetterbedingt noch nicht gemäht ist und er dies erst freitags machen könnte. Das gemähte Gras auf der Fläche für das Zeltlager müsse weggeräumt werden. Also nahm die Saarfelser Vorhut Rechen und Heugabeln mit und räumte eine Fläche von einem Hektar, bevor es möglich war, die Zelte aufzustellen.

"Heuernte" zum Auftakt



Trotz des Zeitverzugs durch die "Heuernte", konnten dennoch 13 Schlafzelte, ein Küchenzelt und die große Überdachung aufgebaut werden. Es war schon fast dunkel, als sich die komplette Mannschaft vor dem Küchenzelt traf, um die Arbeitseinteilung für den nächsten Tag zu besprechen und des 2012 verstorbenen Paters Hermann Esser, der das Zeltlager ins Leben gerufen hatte, zu gedenken.

Die Material- und Aufenthaltszelte, die Waschanlage mit Wasserversorgung, die Toiletten, der Fahnenmast, die Feuerstelle, das Volleyballfeld, das Federballfeld wurden samstags erstellt und zudem noch "Feinarbeiten" erledigt. Die 19 Betreuer und Betreuerinnen sorgten ab diesem Zeitpunkt für gute und ausreichende Verpflegung, jede Menge Spiele, Busausflüge und umsichtige Betreuung. Die Kinder durften den großen wunderschönen Platz und den vorbei fließenden Bach nach Herzenslust in Besitz nehmen.

Mit einem Lagerfeuer und einer Nachtwanderung begann am Sonntagabend die Zeltwoche, in der wieder die Fahnenklauer unterwegs waren. Zweimal musste die Lagerwache nachts Alarm schlagen, weil junge Leute aus Saarfels die Fahne der Jugend klauen wollten.

Fahne wurde verteidigt

Mit großem Einsatz und vor allem viel Spaß schafften es die Lagerleute auch diesmal das Banner im Lager zu behalten. Montags ging es sportlich weiter mit der Lagerolympiade, zu der 13 Spiele mit und ohne Wasser gehörten. Dienstags starteten nach dem Mittagessen zwei Busse nach Neuwied in den Zoo und anschließendem Stadtbummel. Mittwochs, dem heißesten Tag der Woche, wurde traditionell ein "Gammeltag" eingelegt.

Verschiedene Beschäftigungen wie Volleyball, Tischtennis, Fußball, weben, malen, Kinderschminken wurden den ganzen Tag über von den Gruppenleitern und angeboten. Fast alle Kinder zogen es aber vor, den Tag am und im Bach mit vielen kleinen und großen Wasserschlachten zu nutzen. Keiner im Lager blieb trocken. Donnerstags ging es mittags mit Bussen nach Mayen ins Freibad. Hier wurden die Teilnehmer von einem kräftigen Regenschauer erwischt, der diese aber nicht davon abhielt, später die Stadt zu besichtigen.

Piraten, Zirkus, Zoo

Freitags stand ein Piratengeländespiel auf dem Programm. Der Samstag stand wie immer im Zeichen des Lagerzirkus. Dabei mussten Darbietungen zum Thema "Zoo" eingeübt und vorspielt werden. Sonntags wurden die Kinder nach einer tollen Woche wohlbehalten von ihren Eltern abgeholt. Eines steht fest: Alle freuen sich schon auf nächstes Jahr.