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Arbeitsmarkt im Kreis Merzig-Wadern im September 2021

Arbeitsmarkt im September : Arbeitslosenquote im Kreis Merzig-Wadern ist leicht gesunken

Die Arbeitsagentur teilt mit, dass besonders in der Gastronomie und im Sozialwesen mehr Jobs vergeben werden.

Im September waren im Landkreis Merzig-Wadern 2403 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 122 weniger als im August. Gegenüber August 2020 verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 262 oder 9,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote betrug im September 4,3 Prozent. Vor einem Monat lag sie bei 4,6 Prozent und vor einem Jahr bei 4,8 Prozent, teilt die Arbeitsagentur mit.

Die Zahl derjenigen, die im aktuellen Monat ihren Job verloren haben, hat sich gegenüber dem Vormonat verringert. Im September meldeten sich 187 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos, 49 weniger als im August. Andererseits konnten mehr Menschen eine neue Beschäftigung aufnehmen und ihre Arbeitslosigkeit dadurch wieder beenden.

Im September haben 222 Personen eine neue Arbeitsstelle angetreten, 58 mehr als im August. Sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit bei allen betrachteten Personengruppen mit Ausnahme der Langzeitarbeitslosen zurückgegangen, teilt die Agentur für Arbeit weiter mit.

Beim Abstand zum Vorjahr zeigten sich jedoch Unterschiede. Im September waren 1368 Männer und 1035 Frauen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang zum Vormonat von 4,0 Prozent bei den Männern und 5,9 Prozent bei den Frauen. Im Vergleich zum Vorjahr konnten Männer stärker von einem Rückgang der Arbeitslosigkeit profitieren als Frauen (Männer: minus 10,5 Prozent, Frauen: minus 8,9 Prozent).

Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im aktuellen Monat bei 216. Sie hat sich gegenüber dem Vormonat um 16,3 Prozent reduziert. Der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit zum Vorjahr liegt bei 32,7 Prozent. 975 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl ist gegenüber dem Vormonat um 2,2 Prozent zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahr fiel der Abstand mit minus 3,5 Prozent etwas günstiger aus. Die Zahl derer, die bereits länger als ein Jahr ohne Beschäftigung sind, betrug im September 817. Der Bestand an Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum August geringfügig angestiegen (plus 0,9 Prozent), gegenüber September 2020 ist jedoch ein deutlicher Anstieg festzustellen (plus 15,6 Prozent).

In den beiden Rechtskreisen ist die Arbeitslosigkeit in den vergangenen vier Wochen gesunken. In der Arbeitslosenversicherung, die in der Zuständigkeit der Agentur für Arbeit Saarland liegt, waren im September 1100 Personen arbeitslos gemeldet, 99 weniger als im Vormonat und 348 weniger als vor einem Jahr. Die entspricht einem Rückgang der Arbeitslosigkeit von fast einem Viertel. In der Grundsicherung, für die das Jobcenter im Landkreis Merzig-Wadern zuständig ist, waren 1303 Arbeitslose registriert, 23 weniger als im August und 86 mehr als im Vorjahr. Dies entspricht einem Anstieg von 7,1 Prozent binnen Jahresfrist.

In den vergangenen vier Wochen meldeten die Unternehmen im Landkreis Merzig-Wadern 230 neue Stellen. Die meisten neuen Stellen wurden im verarbeitenden Gewerbe und im Handel gemeldet. Aber auch in anderen Branchen boten sich Jobsuchenden offene Stellen, insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen, im Gastgewerbe, im Baugewerbe, im freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich, in der Zeitarbeit sowie im Bereich Erziehung und Unterricht, wie es weiter heißt.

Seit Jahresbeginn wurden 1956 offene Stellen gemeldet. Das waren rund 46 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen lag weiterhin deutlich über dem Vorjahreswert (plus 62,9 Prozent). Im Bestand wurden 1181 offene Arbeitsplatzangebote gezählt.

Die Zahl neuer Anzeigen auf Kurzarbeit hat sich auf niedrigem Niveau stabilisiert. Im Landkreis Merzig-Wadern haben im September sechs Unternehmen für 169 Beschäftigte neu Kurzarbeit angezeigt. Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Wie viele Unternehmen und Beschäftigte sich tatsächlich in Kurzarbeit befanden, kann erst nach einer Wartezeit gesichert ausgewertet werden, betont die Arbeitsagentur.