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Ehrungen
Anpfiff vom Schiedsrichter-Obmann

Beim letzten Lehrabend im alten Jahr wurden etliche Schiedsrichter für ihre langjährige Treue geehrt.
Beim letzten Lehrabend im alten Jahr wurden etliche Schiedsrichter für ihre langjährige Treue geehrt. FOTO: Erich Brücker
Merzig-Wadern. Alfons Fries zieht eine erste Bilanz der neu gegründeten Schiri-Gruppe Merzig. Hohe Zahl an Spiel-Rückgaben erschwert die Arbeit.

„Mit der Zusammenlegung der drei Schiedsrichtergruppen Saar-Mosel, Merzig und Wadern zu einer großen Gruppe Merzig haben wir Höhen und Tiefen gehabt, wobei die Tiefen überwogen“, stellte Alfons Fries, Schiedsrichter-Obmann dieser neuen Gruppe, beim letzten Jahreslehrabend zum Beginn seiner Rückschau auf das alte Jahr fest.


Seit Februar 2017 ist der Zusammenschluss mit ihm als Obmann perfekt. 114 Schiedsrichter gehören dieser Gruppe an. Benedikt Seyler (FC Wadrill) pfeift seit dem neuen Spieljahr in der Regionalliga, assistiert zudem in der 3. Liga. Thorsten Rock (SG Perl/Besch) pfeift bis zur Saarlandliga. Auch Nachwuchs-Schiedsrichter Tobias Ewerhardy (SV Wahlen-Niederlosheim) steht auf dem Sprung zu höheren Ligen.

„Unsere 114 Schiedsrichter müssen allwöchentlich bis zu 80 Spiele leiten. Das sollte eigentlich kein Problem sein, aber es gibt zu viele, die nicht bereit sind, so dass es stets Engpässe gib“, monierte Fries die Einstellung etlicher Kameraden. Vielfach würden Spiele mit fadenscheinigen Begründungen zurückgegeben, so dass die Spiele neu besetzt werden müssten, was viel Arbeit bedeute. Einige Schiedsrichter müssten dann zwei- oder dreimal ran, auch andere SR-Gruppen müssten aushelfen. „Das ist für mich ein trauriger Zustand, aber auch frustrierend“, betonte Fries.



Ein Paradebeispiel, wie jeder Schiedsrichter sein sollte, ist Paul Becker vom SV Rissenthal. „Paul ist seit einem Jahr Schiedsrichter, mit Leib und Seele dabei und allwöchentlich bereit, wo Not am Manne ist, einzuspringen“, lobte Fries den Neuling.

Im Rückblick nannte Fries auch einige Zahlen: In den zehn Monaten seit Bestehen der Gruppe wurden 2537 Spiele geleitet. Darunter waren 1115 Spiele aktiver Mannschaften, 970 Jugend- und 82 Frauenspiele. Als Assistenten wurden 96 Schiedsrichter eingesetzt, für die Beobachtungen 49. An Freundschafts- und Alte-Herren-Spielen wurden 225 gezählt. Dreimal waren Schiedsrichter nicht zum Spiel erschienen. „941 Rückgaben, zumeist auch kurzfristig, sind doch sehr, sehr viel“, monierte Fries weiter.

Doch auch Erfreuliches hatte der Obmann zu berichten. Zunächst beglückwünschte Fries die Schiedsrichter, die die meisten Einsätze zu verzeichnen hatten. Volker Langohr (FC Brotdorf) führt die Riege mit 152 Spielen in knapp zehn Monaten unangefochten an. Die nächsten Plätze belegten: Tobias Ewerhardy (SV Wahlen-Niederlosheim) 111, Fatos Kurti (SV Weiskirchen) 109, Tom Becker (SV Eimersdorf) 100 und Harry Couck (FSV Sitzerath) 87 Spiele.

Kreisschiedsrichterobmann Gerhard Bednorz war Zuhörer des Lehrabends. Für ihn hat sich die Reform der drei Gruppen im Westsaarkreis bewährt, zumal es in den anderen Gruppen Saarlouis und Dillingen doch sehr rund laufe. Obmann Fries und Ansetzer Sven Vilagos machten einen guten Job. Bednorz appellierte an die Merziger Schiedsrichterkameraden, ihre Spielaufträge doch diszipliniert auszuführen.

Der Kreisschiedsrichter-Obmann ehrte zudem einige Schiedsrichter für ihre langjährige und treue Zugehörigkeit. 50 Jahre ist Obmann Alfons Fries schon dabei, ebenso Manfred Schmitt (beide SV Losheim). Volker Langohr (FC Brotdorf) wurde für 40-jährige Treue geehrt, derweil engagieren sich Willy Bauer (SCV Orscholz) und Rainer Palz (SV Wahlen-Niederlosheim) 35 Jahre. 25 Jahre ist Karl-Josef Johann (SpVgg Mitlosheim) und 20 Jahre Maximilian Bock (SV Morscholz) dabei. Arslan Lokmann (SV Waldhölzbach) und Thomas Hackenberger (SV Mettlach pfeifen seit 15 Jahren. Für besondere Verdienste wurde Peter Hacket (SV Waldhölzbach) vom Kreisehrenamtsbeauftragten Reimer Biehl mit einer DFB-Uhr ausgezeichnet.

(eb)