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Serie Merzig-Wadern rockt
„Am liebsten jammen wir gemeinsam“

Die Band Jamax, das sind (von links) Patrick Schmitt, Josef Zimmer, Petra Schlichter, Manfred Dollwet und Karl-Heinz Kremer.
Die Band Jamax, das sind (von links) Patrick Schmitt, Josef Zimmer, Petra Schlichter, Manfred Dollwet und Karl-Heinz Kremer. FOTO: Band
Merzig. Ohrwürmer aus eigener Feder und Rock-Coversongs gehören zum Repertoire von Jamax. Mit „Quay Hotel“ haben sie auch ein Album vorgelegt.

Routiniert und gut eingespielt zeigen sich Jamax beim Termin mit der SZ, wo sie ohne langes Zögern eine musikalische Kostprobe geben. Dass hier fünf eingefleischte Musiker am Werk sind, zeigt sich schon nach wenigen Tönen. Das ist auch kein Wunder, denn Jamax gibt es schon seit dem Jahr 1994. Damals allerdings unter einem anderen Namen, der, wie man leicht sehen kann, immer noch mit dem jetzigen in Verbindung steht. „M.A.X. stand neben unserer damaligen Auffassung von Musikmachen auch für die alte Besetzung, und da wir heute am liebsten jammen und uns von der ‚alten Band‘ ein wenig distanzieren wollten, lag die Verbindung Jamax gleich auf der Hand“, sagt das letzte verbliebene Gründungsmitglied, Gitarrist Josef Zimmer. Neben einem neuen Namen, den die Band seit dem Jahr 2005 trägt, gibt es seit vier Jahren auch eine CD der Jamax-Musiker. Mit acht Liedern, noch größtenteils aus der vorangegangenen Bandperiode, ist „Quay Hotel“ ein vollständiges Album, in dem die Band ihren Blues-Rock auf die Platte bringt.


Größtenteils auf Englisch haben sie mit Liedern wie „Josef“, „Groovyman“ oder „Easy Gone“ früher schon eingängige Rock-Grooves geschrieben, die ins Ohr gehen. Mittlerweile gibt es aber auch neue Songs, zum Beispiel „My Only Life“ von Sängerin Petra Schlichter und Bassist Manfred Dollwet aus Ballern, die beide schon seit über drei Jahren Teil der Band sind. „Meine Lieder stammen aus meinem Leben“, sagt Petra stolz und betont dabei ihre eher gefühlvolle Seite.

Auch Josef ist, obwohl er schon seit über einer Dekade dabei ist, kreativ noch nicht eingerostet – im Gegenteil: Er schrieb „Take Care“ und grübelt darin übers Älterwerden nach. Ebenso von ihm stammt „Find A Way“. Petra und Josef haben schließlich gemeinsam mit „Steh endlich auf“ auch ein deutsches Lied geschrieben. Alles in allem umfasst ihr Repertoire mittlerweile 26 eigene Songs, wovon sechs aus der neuen Jamax-Ära stammen. Sie alle entstanden im Grunde durch das Jammen, wobei alle durcheinander reden, singen, spielen und Ideen in den Raum werfen. „So sind unsere Proben immer: Wir machen einfach Musik, und manchmal entstehen die Songs einfach – wie von selbst“, erklärt Josef.



Doch auch Cover-Songs gehören zum Programm bei Jamax. Rock und Blues der 70er und 80er Jahre wie die bekannten Hits der Rolling Stones, Barclay James Harvest, Jeff Beck oder Pink Floyd spielen sie gerne mal bei ihren Auftritten und zum Einspielen bei den Proben.

Wer bei der Darbietung dieser Klassiker sowie beim Schaffensprozess eigener Lieder nicht fehlen darf, sind Schlagzeuger Patrick Schmitt aus Besseringen und Keyboarder Karl-Heinz Kremer aus Brotdorf, die beide im vergangenen Jahr frisch dazugestoßen sind.

Was sie alle verbindet, ist der Spaß an der Musik und auch an anderen gemeinsamen Unternehmungen, denn bei Jamax ist es Tradition, die Gagen für ein gemeinsames Essen auszugeben. „Wir sind einfach Gleichgesinnte, die zusammen essen gehen und Musik machen“, beschreibt Karl-Heinz die Gruppe.

Auftritte von Jamax gab es beispielsweise auf drei aufeinanderfolgenden Jahresfeiern des MC Eis-Wölfe, einem Motorrad-Club aus Merzig, und des öfteren spielten sie auch im Glashaus in Dreisbach, wie etwa bei dessen Eröffnung. Auch bei dem Festival „Dreisbach rockt die Saarschleife“ im April 2017 waren sie wieder dabei (die SZ berichtete). Im selben Jahr ging es auch nach Gerlfangen in die Rote Zora und nach Trier zur Eröffnung des neues Clubhauses „Mac Cavemen“.

Weitere Informationen zur Band und ihrer Musik gibt es unter