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Merzig-Wadern
Altersmedizin-Abteilung ist ausgelastet

Chefarzt Dr. Carl-Friedrich Körner.
Chefarzt Dr. Carl-Friedrich Körner. FOTO: Krankenhaus
Saarburg. In einem Jahr haben die Saarburger Ärtze um die 330 Patienten betreut.

Vor einem Jahr hat am Kreiskrankenhaus St. Franziskus Saarburg unter der Leitung von Dr. Carl-Friedrich Körner die Abteilung für Altersmedizin ihre Arbeit aufgenommen. Die Nachfrage vor Ort ist groß, wie das Krankenhaus mitteilt. Die mittlerweile 20 Betten seien stets ausgelastet. Ende diesen Jahres wird das Team um Dr. Körner voraussichtlich über 330 Patienten betreut haben, so die Zahlen aus Saarburg.


„Wir freuen uns sehr, dass sich unsere Geriatrie in so kurzer Zeit so gut etabliert hat“, sagen Arist Hartjes, Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses, und Körner. „Der Bedarf ist aufgrund der demografischen Entwicklung einfach enorm groß. Deshalb planen wir auch perspektivisch, die Abteilung auf 30 Betten aufzustocken“, ergänzt der Chefarzt.

Ältere Menschen, die aufgrund einer Erkrankung oder Verletzung ins Krankenhaus kommen, hätten andere Anforderungen und Bedürfnisse als junge, führt Körner weiter aus: „Zum einen nehmen Erkrankungen im Alter zu. Zum anderen kommen oft verschiedene chronische und akute Krankheitsbilder zusammen.“ Darüber hinaus müssten ältere Patienten oft fünf, sechs oder mehr verschiedene Medikamente parallel einnehmen, bei denen die Gefahr bestehe, dass sie Wechselwirkungen haben. Hinzu kämen oftmals auch psychologische und soziale Aspekte, bekräftigt Dr. Körner: „Für die Betroffenen ändert sich oftmals sehr viel auf einmal. Gewohnte Abläufe, vor allem aber auch die eigene Beweglichkeit und Selbstbestimmtheit sind auf einen Schlag stark eingeschränkt.“



Um diesen komplexen Anforderungen bestmöglich gerecht zu werden, bedient sich die Altersmedizin des Kreiskrankenhauses St. Franziskus Saarburg eines ganzheitlichen Ansatzes und eines interdisziplinären Teams, sagt Dr. Körner. Dieses bestehe aus speziell geschulten Ärzten und Pflegekräften aber auch Ergo- und Physiotherapeuten, Logopäden, Psychologen und Sozialdienstmitarbeitern. Auch die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen und den Rehakliniken spiele eine große Rolle. „Ich bin begeistert, wie gut und reibungslos die Zusammenarbeit über die Fachbereiche hinweg funktioniert“, sagt Körner.

Die Patienten wüssten dies zu schätzen, darauf wiesen die Rückmeldungen hin, welche das Saarburger Krankenhaus bislang erhalten habe. Besonders hervorgehoben werden laut Mitteilung des Kreiskrankenhauses die familiäre Atmosphäre und die maßgeschneiderte Behandlung. Die Patienten hätten das Gefühl, dass sie nicht nur eine Nummer seien, sondern ein Individuum, um das sich liebevoll gekümmert werde. „Ein größeres Lob für unsere Arbeit gibt es gar nicht“, freuen sich Geschäftsführer Arist Hartjes und sein Chefarzt gleichermaßen. „Wir versprechen auch, dass wir uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen werden, sondern das Lob vielmehr als Ansporn nehmen, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln und noch weiter zu verbessern.“

Im Kreiskrankenhaus St. Franziskus Saarburg versorgen laut eigenen Angaben rund 600 Mitarbeiter jährlich 8500 Patienten stationär,  weitere 11 000 ambulant. Das Haus bietet unter anderem die Abteilungen Innere Medizin, Geriatrie, Plastische Chirurgie, Unfallchirurgie/Orthopädie, Hand- und Fußchirurgie, sowie ein Zentrum für konservative Orthopädie und Schmerztherapie. 

Geschäftsführer Arist Hartjes.
Geschäftsführer Arist Hartjes.