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Verbraucherzentrale: Ab Neujahr gibt es mehr Rechte für Häuslebauer

Verbraucherzentrale : Ab Neujahr gibt es mehr Rechte für Häuslebauer

Die Verbraucherzentrale des Saarlandes informiert über die Änderungen, die sich ab 2018 für Hausbesitzer ergeben.

Jeder Jahreswechsel bringt nicht nur zahlreiche gute Vorsätze mit sich, sondern auch mindestens ebenso viele neue Gesetze und Verordnungen. Was für private Haushalte beim Neubau und bei der Sanierung von Altbauten wichtig ist, erklärt Reinhard Schneeweiß, Architekt und Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes. Bevor man mit einem Neu- oder Umbau beginnt, sollte man sich über die jeweiligen Fördermöglichkeiten gründlich informieren.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezuschusst zum Beispiel in seinem Programm „Heizen mit erneuerbaren Energien“ Solaranlagen, Wärmepumpenheizungen und Biomasseheizungen. Um die Förderung zu erhalten, müssen Verbraucher ab 2018 den Förderantrag stellen, bevor sie mit der Umsetzung der zu fördernden Maßnahme beginnen.

Mit Beginn des neuen Jahres wird zusätzlich der Tilgungszuschuss geändert: Die KfW (Bankengruppe) verringert ab dem 1. Januar 2018 den Tilgungszuschuss in ihrem Programm „Erneuerbare Energien-Speicher“ zur Förderung von Batteriespeichern für Photovoltaikanlagen von dreizehn auf zehn Prozent der errechneten Speicherkosten, verrät der Verbraucherschützer weiter.

Eine weitere positive Änderung wird es bei altersgerechten Umbauarbeiten geben. Alles deutet darauf hin, dass die KfW 2018 wieder Maßnahmen unterstützt, die die Barrierefreiheit von Wohnungen verbessern und dem Schutz vor Einbruch dienen.

Des Weiteren werden ab 2018 HBCD-haltige Dämmstoffe nicht mehr als gefährlicher Abfall eingestuft. Verbraucher müssen sie jedoch separat sammeln, sodass sie vom Entsorger erfasst und gewogen werden können.

Auch für die Bauherren wird sich so einiges verändern, denn diese sollen künftig besser abgesichert sein. Mit der Reform des Bauvertragsrechts und der Änderung der kaufrechtlichen Mängelhaftung erhalten Bauherren ab dem neuen Jahr eine Baubeschreibung. Sie beinhaltet detaillierte Angaben zum Energie- und Schallschutzstandard. Bauherren profitieren in mehrfacher Weise von dieser Neuregelung: „Sie ermöglicht ihnen, noch vor Abschluss des Vertrages, Angebote besser miteinander zu vergleichen“, sagt der Verbraucherschützer.

Ebenso belegt sie laut Reinhard Schneeweiß, dass die Förderbedingungen eingehalten wurden, und eignet sich als Grundlage, um einen Kredit zu beantragen. Des Weiteren dient sie als Nachweis, dass öffentlich-rechtliche Vorschriften eingehalten wurden. Darüber hinaus verpflichtet das Bauvertragsrecht nach seinen Worten ab 1. Januar 2018 die am Bau beteiligten Parteien dazu, die Bauzeit im Bauvertrag verbindlich festzuhalten. Außerdem können Bauherren den Bauvertrag innerhalb von 14 Tagen ab Vertragsschluss widerrufen.

Wer Fragen zum Neubau, zur energetischen Sanierung oder zu Fördermitteln hat, erhält eine kompetente und unabhängige Beratung bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale.

Die Energieberater helfen dabei, Energiekosten zu sparen und Fehlinvestitionen zu vermeiden. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de. Die unabhängige Energieberatung wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Termine zur persönlichen Beratung können unter Tel. (0800) 8 09 80 24 00 (kostenfrei) oder direkt bei den Beratungsstützpunkten vereinbart werden.

In Merzig finden die Beratungen in der Verbraucherberatungsstelle, Am Gaswerk 10 (gegenüber Stadtwerke) statt. Anmeldung werden unter Tel (0 68 61) 54 44 oder unter Tel. (0681) 5 00 89 15 entgegen genommen.